Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, gerne würde ich Ihre Einschätzung zur LL unserer T.(2,5J.) hören. Bei gewissen,jedoch wenigen Sachen,zieht sie den Papa mir vor.Zum Einschlafen,Trösten,muss es jedoch noch immer ich sein.Das Ganze klappt nur wenn ich nicht da bin.Wenn ich an 3 Vorm. die Woche arbeiten gehe wird sie von den Omas (abwechselnd) betreut.Unsere T. wurde sonst nie fremdbetreut,die Betr. durch Omas klappte immer gut.Sie schlief von Anfang an im Elternschlz,äußert aber in letzter Zeit immer öfter den Wunsch in ihrem Zimmer zu schlafen dem wir auch nachkommen.Sonst ist sie Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen,wenig scheu,m.E. auch schon etwas selbstbewußt.Nur mit offensiven Kindern hat sie Probleme, mit defensiven ruhigen Kindern sucht sie den Kontakt.Mein Mann ist sehr bemüht und auch liebevoll,spielt viel mit ihr.Vor Monaten durfte mein Mann sie auch schon mal in meinem Beisein ins Bett bringen,das war aber nur von kurzer Dauer. Seither keine "Fortschritte".Stockt die LL?Was tun? LG J.
Hallo, zunächst einmal klingt alles nach einer normalen psychosozialen Entwicklung. Dass die hoch sensiblen Bereiche wie Trösten bei Kummer und Schmerz und abendlicher Einschlafbegleitung noch für die Mutter gepachtet sind, ist nicht ungewöhnlich, wenn auch immer ein Zeichen für noch starke Bindungsanteile. Vielleicht liegt es ja dran, dass Ihr Mann einfach nicht genügend Zeit findet, um seinen Part für die Loslösung noch stärker einzubringen. Aber daran wird es wohl liegen, dass es in diesem Punkt im Moment kein überzeugendes Weitergehen gibt. Vielleicht finden Sie da noch einen Weg. Eine Möglichkeit wäre auch, dass Sie desöfteren abends einmal nicht zu Hause sind und sich Ihre Tochter dann zwangsläufig an den Vater halten muss. Tut sie das ohne Murren, stärkt sie auch ihre Loslösung. Viele Grüße
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