Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, z.Z. beschäftigt mich folgendes: Julian 2,5 Jahre, in der späten Loslösung (Papa Krebs erkrankt erst seit Mai verfügbar, 2 Jahre gestillt vielleicht erinnern Sie sich?) hat mit folgenden Dingen emense Probleme: Kontakt zu anderen Kindern! Er flüchtet immer auf meinem Arm u. meidet den Kontakt ganz offen. Sie rieten mir die Loslösung durch den Vater voranzutreiben.Das kann ein Aspekt der Geschichte sein. Was er dafür aber extrem gut beherrscht ist das Sprechen. Ich würde es schon als außergewöhnlich bzw. frühbegabt bezeichnen. Wir fallen immer auf, wenn er redend durch die Gegend läuft.Kann es daher sein, daß er den Entw.-schritt "Mit-anderen-Kindern-spielen" ganz hinten anstellt? Da ist soch jedes Kind anders. Oder hängt alles komplett an der Loslösung? Er spielt immer Rollen und fühlt sich dann stark. Geht was schief ist er der Julian und folglich noch ein Baby. Wie helfe ich ihm sich selber stark zu fühlen? Wodurch verliert er die Scheu vor den Kindern? PETRA
Liebe Petra, es gibt natürlich immer auch andere Interpretationen für ein bestimmtes kindliches Verhalten, aber ob diese dann richtig sind und vor allem hilfreich, wage ich zu bezweiflen. Daß Ihr Sohn von Natur aus sprachbegabt ist, würde ihn normalerwiese sogar sehr zupaß kommen in der Kontaktaufnahme zu anderen Kindern. Und in der Tat sind sprachwendige Kinder frühzeitig kontaktfreudig und nicht kontaktscheu. Was Sie tun können außer dem Vorantreiben der Loslösung ist, zusammen mit Ihrem Sohn eine erste Kontaktanbahnung zu anderen Kindern vorzunehmen, um sich dann, wenn die Aufwärmpahse abgeschlossen ist, sich langsam zurückzuziehen. Zunächst einmal wird Ihr sohn das als persönliche Aufwertung empfinden. Wenn er dann über sein Problem hinweg ist, wird er Ihnen aber zu verstehen geben, daß er Sie dafür nicht mehr braucht. Das gleiche gilt natürlich auch für den Vater. Ansonsten bitte unter dem Stichwort "Selbstbewußtsein" im Suchlauf weitere Antworten ansteuern. Viele Grüße
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