Mitglied inaktiv
Hallo Dr.Posth, meine Maus ist jetzt 3 jahre und eigentlich ein fröhliches, ausgeglichenes Mädchen. Bei der U7a war alles bestens, die sogenannte Trotzphase erleben wir nicht, sie setzt sich zwar schon für ihre bedürfnisse ein, aber bei Enttäuschungen bleiben die Wutanfälle aus. Seit einigen Tagen beobachte ich sie oft dabei, dass sie an den Fingern knubbelt. Die Fingernägel sehen schon aus wie abgekaut.Ist das eine "blöde" Angewohnheit oder kann mehr dahinter stecken? Was kann ich tun? Liebe Grüße Astrid
Liebe Astrid, die Aussage "Trotzphase erleben wir nicht" stimmt mich immer etwas bedenklich. Es kann nicht im Interesse des Kindes liegen, in seiner Entwicklung keine Trotzphase durchgemacht zu haben. Entwicklung -auch im psychischen Bereich- kommt immer nur in Gang durch "Reibung". Reibung entsteht aber durch Widersprüche, und Widerspruch und Widerstand sind der Motor der frühen Selbstentwicklung des Menschen. Entweder bemerken Sie den Trotz Ihrer Tochter nicht in dem maße, weil Sie einfach sehr tolerant sind oder Ihre Tochter ist eine Mischung aus kolossaler Sanftheit verbunden mit leicht regressiven Zügen. Das alles ist im Hinblick auf Ihre Frage von großer Bedeutung, weil Sie mich etwas fragen, dass bei Ihrer Tochter auf große innere Spannungen hindeutet. Wäre es eine reine Habituation (Gewohnheit), wäre das Verhalten schon viel früher aufgetreten und immer ziemlich gleich geblieben. Vielleicht erzählen Sie mir beim nächsten Mal noch mehr über die bisherige Entwicklung Ihrer Tochter, damit ich mir ein besseres Bild machen kann. Viele Grüße
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