Regen100
Guten Tag, mein Kind hatte im letzten Kindergartenjahr zwei beste Freunde. Auch über dem Sommer haben wir uns jeweils einzeln mit diesen regelmäßig getroffen. Als das neue Kindergartenjahr im Herbst wieder anfing, sagte ein Freund zu meinem Kind, dass er nicht mehr mit ihm im.Kindergarten und auch außeehalb spielen wolle. Einen Grund schien es dafür nicht zu geben. Mein Kind suchte dennoch weiterhin den Kontakt zu diesem Kind, welches ihn immer wieder verschickte. Einmal "kämpften" sie sogar miteinander im KG. Mein Kind litt sehr unter diesem plötzlichen Freundschafts Aus. Es hatte über Wochen psychisch gelitten, ja Liebeskummer. Nach ein paar Wochen hat mein Kind den Schmerz überwunden. Gestern sagte mir die Mutter des besagten Kindes, dass ihr Kind zu ihr gesagt hätte, dass jetzt wieder alles in Ordnung sei zwischen unseren Kindern, dass ihr Kind das so geäußert hätte. Mein Kind erzählte, dass das Kind nun wieder mit ihm spielt, es wisse jedoch nicht, ob es wieder sein Freund sei. Das besagte Kind ist ziemlich besitzergreifend und mag es nicht, wenn mein Kind mit dem andern Freund spielt. Ich habe Angst, dass mein Kind von diesem Kind erneut enttäuscht und verletzt wird. Auch dass es den anderen Freund , der immer zuverlässig war, wegen dem anderen Kind vernachlässigt. Soll mein Kind, das so lange gelitten hat, wieder springen, sobald das andere Kind wieder Lust auf mein Kind hat? Wie soll ich mich verhalten? Danke
Guten Tag, Kinder gestalten Ihre Freundschaften anders als Erwachsene. Kränkungen spielen meist keine so große Rolle und werden schnell verziehen. Ihr Sohn hat seine eigene Art, mit Freunden umzugehen. Das sollten Sie akzeptieren. Es geht nicht darum, dass er "springt". Aber er braucht die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu machen, die seine soziale Kompetenz erweitern. Sollte der eine Freund ihn nochmals abweisen, kann Ihr Sohn mit Ihrer Unterstützung überlegen, dass er es nicht nötig hat, jemandem nachzulaufen. Sollte er den zweiten Freund vernachlässigen, wird er u.U. merken, dass dieser sich abwendet. Das bringt ihn dazu, darüber nachzudenken, wie er selbst Freundschaften gestalten will. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes