Mitglied inaktiv
Hallo Dr Posth, mein Kleiner ist nun 2 1/4 Jahre und hat keinen Argwohn/Angst vor Fremden. Er hat nie gefremdelt und geht einfach so zu Fremden, die ihn freundlich anlaecheln/ansprechen (z.B. in Laeden) und knuddelt sie. Er wuerde wohl auch einfach so mitgehen ... Das macht mir maechtig Bauchweh. Was kann ich machen, um ihm einen gesunden Argwohn beizubringen? So Buecher wie "Mit Fremden geh ich nicht" finde ich fuer ihn noch nicht passend. Er hat mit dem Verstaendnis doch noch sehr zu "kaempfen" (Fruehchen bei 30+4). Sein grosser Bruder (4 1/4) hat seit knapp 2 Monaten auch JEGLICHE Scheu verloren und redet mit Allen (Fremden, wenig Bekannten) ueber Alles, was ich auch nicht gerne sehe. Vorher war er super scheu. Auch seine Trennungsaengste, zu denen ich hier damals schrieb (http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/beitrag.htm?id=36925), haben sich total gelegt. Er ist nun super sozial, hat Freunde, bewegt sich alleine durchs Haus, usw. Aber er ist jetzt eben ZU offen. Danke, Katja
Hallo, wenn ich das richtig erinnere, dann haben Ihre Kinder, zumindest der ältere von beiden, schon viele wechselnde Fremdbetreuungen hinter sich (Italien, USA). solche Kinder entwickeln leicht "vermeidende Haltungen", d.h. sie lassen ihre Ängste und Sorgen einfach nicht mehr zu, weil sie so im vorgefundenen System besser zurechtkommen. Vermeidung bedeutet aber drohender Verlust von Bindungshemnissen und damit Aussetzen von Fremdeinfluss. Ich glaube nicht, dass Ihre Kinder, insbesondere der Kleine nie gefremdelt hat. Wahrscheinlich haben Sie seine schwachen Fremdelerscheinungen nur nicht bemerkt. Allerdings ist ein Frühchen ohnehin anders zu bewerten und muss hinsichtlich seiner sozialen Entwicklung, wie auch seiner motorischen Entwicklung gezielt beobachtet werden. Wer hat das übernommen? Argwohn kann man einem Kind höchstens dadurch "beibringen", dass mit es immer wieder der Angst aussetzt. Das aber ist grundfalsch und überdies unmenschlich. Viele Grüße
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