Sabelu
Liebe Frau dr under Sohn 7 Jahre alt zeigt oft ein unpassendes Verhalten gegenüber anderen Kindern. Oft sehr forsch, nicht sehr freundlich. Beim Fußball Training ist er oft sehr passiv und träumt vor sich hin. Er hört oft gar nicht richtig zu wenn man mit ihm redet. Auch wenn andere Kinder ihn grüßen er reagiert oft nicht. Ich muss ihn ständig zurechtweisen und Situationen mit ihm besprechen wie man sich normal verhält. Ich habe auch das Gefühl dass er auch oft von anderen Kindern ein bisschen ausgegrenzt und veräppelt wird so wie er ist. Dann wieder sehr gutmütig. Ist eigentlich der schnellste in seiner Klasse läuft aber oft absichtlich so langsam dass andere wieder zu ihm nachkommen. Er hat ganz schlimm zu weinen angefangen als ein anderer Junge behauptet hattet wäre nicht der 1. gewesen sondern ein anderer obwohl er der schnellste war. auch beim Fußball Training merke ich dass es ein gewisser Druck unter den Eltern herrscht. Welches Kind besser ist. Das projiziere ich auf meinen Sohn und es beginnt mich zu Ärgern wenn ich sehe dass er nicht aktiv konzentriert bei der Sache ist... momentan haben wir Ein schwieriges Verhältnis miteinander und es tut mir sehr weh....und ich schreie dann viel mit ihm unddas schadet sehr seinem Selbstwert
Guten Tag, für Ihren Sohn ist es sehr wichtig, dass Sie ihn so akzeptieren, wie er ist. Er scheint ein verträumter Junge zu sein. Das ist doch völlig in Ordnung. Möglicherweise ist Fußball nicht der richtige Sport für ihn. Will er denn zum Fußballtraining? Sonst ist er eben ein verträumter Fußballspieler. Zurechtweisungen nutzen nicht, wenn Ihr Sohn sich anderen Kindern gegenüber in Ihren Augen nicht richtig verhält. Möglicherweise ist er noch zu schüchtern, auf die anderen Kinder altersgerecht zuzugehen. Sie können mit ihm besprechen, dass er mit den anderen Kinder vermutlich besser zurechtkäme, wenn er freundlicher zu ihnen wäre. Sie beschreiben die Beziehung zu Ihrem Sohn derzeit als eher schwierig. Das können nur Sie ändern. Sie scheinen den Druck der anderen Eltern beim Fußball als unangenehm zu empfinden. Wieviel schwieriger muss es dann für Ihren Sohn auszuhalten sein, dass Sie den Druck auf ihn übertragen? Sie wissen doch, dass das Verhalten der anderen Eltern nicht sinnvoll und angemessen ist. Sie können sich davon abgrenzen und Ihren Sohn adäquat schützen. Für die Selbstwertentwicklung Ihres Sohn ist es sehr wichtig, dass Sie ihm zeigen, dass er, so wie er ist, für Sie vollkommen gut und richtig ist. Suchen Sie sich in der Familie oder bei Freunden Unterstützung, damit Sie das Schimpfen und Schreien aufgeben können. Ihrem Schreiben entnehme ich, dass Sie Ihr Verhalten ändern wollen. Alleine ist das oft nicht so leicht zu schaffen. Gute Gespräche mit vertrauten Menschen können hilfreich sein. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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