Mitglied inaktiv
hallo dr. posth, meine tochter (3) hat seit sie auf der welt ist nächtliche bauchschmerzen. wir haben die ursache nicht finden können (bzw. wurden nicht ernst genommen). jetzt wissen wir leider erst seit 4 monaten, dass sie eine laktose-intoleranz hat. die nächte waren dadurch sehr schwierig. sie ließ sich seit der geburt nur von mir trösten. mein mann hatte keine chance. ich habe sie nie schreien lassen, sie nachts oft stundenweise getragen. die anhänglichkeit ist sehr groß. sie hat sehr gefremdelt. außerdem hat sie immer den kopf gesenkt, wenn sie jeman angesprochen hat, oder weggeschaut. loslösung kommt sehr schleppend in gang. mit papa macht sie sehr viel inzwischen. nur das schlafengehen akzeptiert sie immernoch nur mit mir. sie ist sehr, sehr anhänglich. was ist schiefgelaufen? wie gehen wir weiter vor? von allen seiten kommt der vorwurf, ich hätte sie verwöhnt?? danke. ps.: ihr bruder hat eine leichte geistige behinderung, spielt das vielleicht auch eine rolle?
Hallo, das Vorurteil viel Zuwendung und Einfühlsamkeit einem Säugling und Kleinkind gegenüber käme einem Verwöhnen gleich sollte Eltern, die verantwortlich für ihr Kind denken, gleichgültig werden. Die noch bestehende, große Anhänglichkeit Ihrer Tochter hat -wie Sie sagen- etwas mit noch unvollkommener Loslösung zu tun. Aber offenbar hat Ihre Tochter auch eine gewisse ängstliche Veranlagung, hat stark gefremdelt und zeigt jetzt die frühen Zeichen einer Fremden- oder Sozialangst. Das beides zusammen sind natürlich keiine guten Voraussetzungen für eine Entwicklung zur Selbstständigkeit und Autonomie. Da das Lactose-Problem jetzt gelöst ist, und nächtliche Blähungen und Bauchschmerzen nicht mehr in dem Maße auftreten dürften, wäre zunächst die Verstärkung der Loslösung über den Vater angesagt. Wenn der Vater alleine noch nicht akzeptiert ist, sollten Sie vielleicht erst einmal gemeinsam agieren. Je mehr der Vater sich aber einschaltet, desto besser kommt er bald auch alleine klar. Viele Grüße
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