Mitglied inaktiv
Hallo, vielleicht können Sie uns helfen: unser Sohn (6,5, d.h. 1 Jahr jünger) ist in Klasse 2. Beim Elternabend zeigte uns die Lehrerin einen Selbstevaluationsbogen. Laut Lehrerin habe sie selten ein Kind erlebt, dass sich so akurat einschätzen könne. Auf den Punkt: ich kann um Hilfe bitten, hatte er mit Nein geantwortet. Dieses sei auffällig, da er in einer sehr leistungsstarken Klasse zur Spitze gehöre. Das Nein beziehe sich somit auf Schwierigkeiten, andere anzusprechen und sich einzubringen. Im Gespräch zu Hause fing unser Sohn an, zu weinen, und sagte, er bräuchte so lange bei den Matheaufgaben und würde manchmal die Zahlen verdrehen (also gesprochen statt 93, 39). Die Mathelehrerin sei streng und würde im Unterricht so laut werden. Die Mathelehrerin selbst sagt, er sei ein super Rechner, leistungsstark und schnell. Unser Eindruck ist, dass er sich zu stark unter Druck setzt, noch besser zu sein. Wir würden ihm gerne helfen, den inneren Kritiker positiv zu nutzen. Nur wie? lg, R
Hallo, es ist nicht gesagt, dass die Selbstkritik eines Kindes, und die sprechen Sie hier an, immer aufgrund eines übersteigerten Leistungsbedürfnisses zustande kommt. Es kann durchaus auch sein, dass das Selbstbewusstsein des betroffenen Kindes zu schwach ist und seine Selbsteinschätzung viel zu negativ. Ein solches Kind hat aber eigentlich nur das Bedürfnis, für das, was es leistet anerkannt zu werden. Also von Übersteigerung ist da keine Rede. Wie sieht es denn mit dem Selbstbewusstsein Ihres Sohnes außerhalb der Schule aus, vor allem also in der altersgleichen Gruppe? Wie tauglich sind seine Sozialbeziehungen? Ist Ihr Sohn eher ein glückliches Kind oder ein leicht verdrießliches mit Hang zur Mutlosigkeit? Vielleicht kommen Sie über diesen Weg besser an ihn heran und können ihn von seinem Druck befreien. Viele Grüße
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