Mitglied inaktiv
Hallo Hr. Dr. Posth, Sohn, 30 Mon. ist seit 6 Mon. großer Bruder. Anfangs lief es zw. d. bd. völlig problemlos, seit der Kleine jedoch in sein "Revier" eindringt - liegt auf dem Boden, nimmt dessen Spielzeug in die Hand.., ist es oft schwierig. Er schlägt ihn desöfteren u. mittlerweile auch andere Kinder, die kleiner sind als er bzw. babyhaft aussehen (noch wenig Haare etc.) Bei Gleichaltrigen war er schon immer sehr selbstbewusst und bekommt deshalb dort (leider) fast immer das, was er gerne möchte (er schlägt dort nicht, kann sich aber immer gut behaupten bzw. nimmt anderen noch viel weg bzw. holt es sich selbst zurück) Nach d. Schlagen fordere ich ihn zur Wiedergutmachung auf (Entschuldigen, Streicheln..) - das macht er nur sehr zögerlich u. mit viel Überwindung ("nein, will nicht Entschuldigung sagen" - Reue???), nach einer Weile tut er es, sagt aber gleich dazu "ist wieder gut" od. "war nicht schlimm". Trotzdem tut er es immer wieder - oft sofort im Anschluss... Was tun??
Stichwort Induktion und Reumütigkeit Hallo, die Induktion ist kein Lernen und Verstehen im einfachen Sinne, sondern die Grundlage für einen (extrem wichtigen!) Entwicklungsprozeß. Mit 30 Monaten, also mit 2 1/2 Jahren, fehlen noch wichtige Voraussetzungen für die Verinnerlichung des reumütigen Empfindens. D.h., das Kind muß dieselbe (reumütig machende) Erfahrung immer wieder machen, und dabei muß es die Situation auch immer wieder erleben. D. Bischof-Köhler nennt dieses Stadium ganz zurecht dasjenige der ausdrucksvermittelten Empathie (im Gegenstaz zur späteren, ca. 4 Jahre, situationsvermittelten Empathie). Was dahinter steckt ist Folgendes: Noch ist ein Kind nicht in der Lage, die Empfindungen des "geschädigten Anderen" rein siutativ durch Begreifen des Auslösers allein in sich selbst zu erkennen zu verstehen. Dazu bedarf es des sog. "Perspektivwechsels". Das Kind muß erkannt haben, daß in ihm und in jedem anderen Menschen eine eigene Wirklichkeit existiert, die es im eigenen Handeln vorab zu kalkuieren und schließlich zu berücksichtigen gilt. Auch erst dann, wenn diese Fähigkeit im Kind vorhanden ist, kann es auch sich auch ohne Druck von außen freiwillig beim anderen Kind entschuldigen, wobei die sachliche Wiedergutmachung zunächst noch über der ideellen, also rein verbalen steht. D.h., was Ihr Sohn zeigt, sind völlig altersgerechte normale Reaktionen. Das Prinzip der Induktion sollten Sie also konsequent weiter anwenden. Viele Grüße
Ähnliche Fragen
Hallo sehr geehrter Dr. Posth, unser kleiner Schatz ist inzwischen 22 Monate u. seit einiger Zeit tröstet er uns meistens schon ganz toll mit eiei und einem Kuss, wenn wir auf kleine Attacken von ihm mit Induktion reagieren.Nur manchmal reagiert er gar nicht drauf und wir sind uns nicht ganz schlüssig ob wir ihn dann lassen sollen oder ihn nochmal ...
Unser Sohn ( demnächst 4) haut( immer noch) andere Kinder und auch uns, die Eltern, wenn er wütend ist mit der Faust. Wenn wir dann sagen, wir wollen das nicht und er soll es wiedergutmachen, will er das nicht und sagt, immer noch wütend, nein, macht er nicht. Oft halte ich ihn fest wenn ich dabei bin, wenn ich sehe, daß eine Attacke seinerseits ...
Hallo Dr.Posth,ich würde Ihnen gern erneut eine Frage zu meiner Tochter (2,5J)stellen.Ich habe Ihnen bereits berichtet,dass Sie ab und an, in Wut oder aus Spaß haut.Auf Ihren Rat hin,wende ich nun die Induktion an.Die klappt recht gut,wenn sie im Spiel oder aus Spaß haut.Da hält sie inne und drückt mich und pustet dann gleich.Aber wenn sie aus Wut ...
Hallo Dr. Posth, Ich habe heute eine Frage zur Induktion. Mein Sohn (16 Mo) fängt nun an , wenn etwas nicht nach seinem Willen geht zu beissen oder zu schlagen (interessanterweise nur mich)Ich habe nun 2x i:S der Induktion laut geweint und übertrieben gejammert. Leider fing er jedes Mal d bitterlich an zu weinen. (Hat es dann aber zunächst gelassen ...
Hallo Dr. Posth, mein Sohn (2,5) hat zur Zeit eine Hauphase, die sich vor allem gegenüber jüngeren Kindern äußert, was ich sehr unangenehm finde. Manchmal passiert es aus Übermut, zeitweise habe ich aber auch das Gefühl, dass er die Reaktion (des Kindes und der Mütter) besonders spannend findet. Ich rufe ihn immer wieder zur Ordnung. Wenn er mich, ...
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, unser Sohn ist gute 1 ½ Jahre alt. Unmut äußert er nun oft indem er nach mir schlägt. Ich reagiere dann in ihrem Sinne indem ich schmerzerfüllt aufheule (Induktion). Das ruft bei ihm „Verlegenheit“ hervor (schaut zur Seite, nestelt an was herum) und wenn er nicht richtig sauer ist lenkt er auch ein und es gibt Küsse, ...
Manchmal könnte ich die 40 Fragen/Wo allein füllen ;-) (ich bin die mit der Bestimmungsmacht) Unser Sohn (24M) hat seit kurzem seine Kuscheltiere entdeckt. Ich machte wohl den "Fehler" sie mit verstellter Stimme sprechen zu lassen. Jetzt hat er so einen Spaß daran, dass er mir von früh morgens bis abends ständig eines seiner Tiere in die Hand drück ...
Maurice fast4J,sicher gebunden,nochEinschlafstillen,noch Elternbett,nie fremdbetreut,noch kein Kiga aber Spielgruppen,tägl.ca.2Std mit Papa Spielzeit,sehr aktiv,dominant,aufgeschlossen,puzzelt 120Teile,spricht super,...Früher leichter Trotz.Bei der Schweinegrippe habe ich ihm wie ein Baby behandelt (gefüttert,angezogen,tagsüber Stillen,...) danach ...
Lieber Dr.Posth,Sohn gerade 2 geworden.Sicher gebunden,noch teil-gestillt,trotzt relativ wenig/Regeln schon ganz gut verhandelbar,sprachlich weit.LL geht gut voran.Zeigte schon zeitig aggressive Impulse(Hauen nach anderen Kindern bei Verteidigung/Bedrängnis),phasenweise besser,aktuell wieder öfter.Kleine Attacken gegen uns und eben andere Kinder,v. ...
S. g. Dr. Posth, unsere Tochter (etwas über 3 Jahre) trotzt in letzter Zeit wieder vermehrt (u.a. wg. Start im Kindergarten - trotz sanfter Eingewöhnung). Wir erlauben ihr diesen Rückschritt natürlich und versuchen, mit viel Zuwendung die Anfangsschwierigkeiten zu überbrücken. Papa ist noch nicht so der Star, bemüht sich aber. Insgesamt ist sie ...
Die letzten 10 Beiträge
- Verhalten durch Angst?
- Plötzlich große Verlustangst
- Kita - Weinen wenn anderes Kind früher abgeholt wird
- Trilinguale Kinder ok?
- Stärkung Selbstbewusstsein vor OP
- Zweitmeinung Verdacht Autismus
- Unruhiges Baby und schlaflose Nächte
- Baby weint/schreit, wird laut gemaßregelt
- Geschwisterrivalität
- Trennung