Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth, meine Frage ist folgende: unser Sohn, 25 Monate, sagt nun immer häufiger "ich" anstelle des Vornamens. Gleichzeitig stelle ich fest, daß er seitdem irgendwie anhänglicher geworden ist. Besteht da ein Zusammenhang? Irgendwie scheint er einen gewaltigen Schritt zu machen. Das einzige, was mir nämlich sonst als Erklärung für die größere Unsicherheit einfallen würde, ist die Tatsache, das er mich mal ein paar Minuten im Haus nicht gefunden hat (war im Garten) und er daraufhin sehr aufgelöst war. Ist die Zeit zwischen 2- 3 Jahren eigentlich noch immer durch Unsicherheiten geprägt, oder muß es immer einen konkreten Anlaß gegeben haben für größere Anhänglichkeit? Vielen Dank für Ihre Mühe und viele Grüße Hanna
Liebe Hanna, die zeit zwischen 2 und 3 ist durch den Trotz gekennzeichnet, verbunden mit der Entwicklung des Selbstbewußtsein. Da bestehen natürlich noch einige Unsicherheiten. Es gibt auch immer wieder "Rückfälle" in frühere Entwicklungsabschnitte, z.B. Anhänglichkeit. Das scheint bei Ihrem Sohn gerade der Fall zu sein. Das Schreckerlebnis mag ursächlich daran beteiligt sein. Auch die Icherfahrung an sich stellt für die Kleinkinder ein gewisses Problem dar (Stichwort Scham). Das ist schon richtig. Aber davon merkt man normalerweise so gut wie nichts oder man ordnet das unter "typisch kindliches Verhalten" ab. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Hallo Hanna! Ich denke schon, daß es da einen Zusammenhang zwischen dem "Ich" und der Anhänglichkeit gibt. Unser Sohn (21 Monate) nennt sich jetzt selbst beim Namen und ist jetzt auch sehr anhänglich und knatschig. Das Bewußtsein vom "Selbst" entwickelt sich ja in dem Alter und das verunsichert natürlich. LG, Silke