Mitglied inaktiv
Meine Tochter ist 2 1/2 Jahre alt, wir sind "Langzeitstiller". Dass sie nachts ab und an (vielleicht alle 3 Stunden) kurz gestillt werden möchte, ist für mich akzeptabel und kein Problem. Nun wacht sie aber schon seit längerem viel häufiger auf, teilweise bis zu 9mal bei 10-11 Stunden Schlaf. Sie schläft im Familienbett, manchmal auch in ihrem Bett,was direkt neben unserem steht. Wenn sie aufwacht und hat erst vor kurzem gestillt, kann ich sie manchmal auch so beruhigen, aber immer verlangt sie irgendetwas (ist also wach genug, um zu sprechen), Wasser trinken, Singen usw...Sie ist nicht krank, hat schon länger alle Zähne. Tagsüber ist sie meist sehr lieb und umgänglich, zeigt wenig Trotz, hat keine Ablösungsprobleme, zumindest geht sie mit Papa, Oma, Tante und den älteren Geschwistern problemlos alleine weg. Nachts schläft sie 10-12 h und verzichtet zunehmenden auf einen Mittagsschlaf. Können Träume ein Kind dazu bringen, so häufig aufzuwachen? Sie kann nicht erklären, was sie hat.
Stichwort: Langzeitstillen Hallo, die Träume häufen sich nach Mitternacht und führen ohnehin zu einem kurzen Erwachen, das aber vom Schläfer nicht weiter registriert wird, da er normalerweise sofort weiter schläft. Nicht so ein Kind, das noch Nahrung in der Nacht gewohnt ist. Das Stillen ist insofern noch besonders ungünstig, weil die Muttermilch durch ihren hohen Zuckergehalt im Verhältnis zum Eiweiß dafür sorgt, dass es zu einem starken Insulinanstieg im Blut kommt. Der wiederum treibt den Blutzucker in die Zellen, was einen drastischen Abfall des Bz-Spiegels erzeugt. Und der wiederum erzeugt ein neues Hungergefühl und das Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme. Für einen Säugling ist das existenziell wichig, da er noch keine großen Glykogenzuckerspeicher in der Leber besitzt. Dieser sorgt für ständigen und dosierten Zuckernachschub im Blut und bildet sich im 1. Lebens(halb)jahr aus. Ein älterer Säugling und ein größeres Kind brauchen also diese Form der Ernährung durch die Nacht nicht mehr. Bei den Langzeitgestillten Kindern erhält sich aber fast immer dieses Prinzip. Viele Grüße
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