Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, mein Sohn ist gerade 2 Jahre alt, wir denken über ein zweites Kind nach. Der Abstand wäre dann ca. 3 Jahre. Er ist ein sehr anhängliches, forderndes Kind, ich meine, dass die Loslösung (aus welchen Gründen auch immer) etwas erschwert/verzögert von statten geht. Oftmals weint er immer noch, wenn ich gehe und er allein mit dem Papa/Oma bleiben soll (wenn ich mich wegschleiche gibt es selten Probleme), von jemand anderem ins Bett bringen lassen in meiner Anwesenheit geht gar nicht) etc. Nun sorge ich mich, dass ihn ein Geschwister sehr verunsichern würde und seine eh schon erschwerte Losl. noch mehr ins Stocken geriete, wenn er dann viel von der Aufmerksamkeit abgeben soll. Außerdem soll er mit ca. drei auch in eine Kita kommen. Meinen Sie, dass in diesem Fall ein längerer Abstand günstiger wäre? Oder profitiert er womöglich davon nicht mehr so extrem im Zentrum zu stehen, wie er es bislang gewohnt war? Danke für Ihre sehr geschätzte Antwort, Toskanaliebhaberin
Hallo, Sie haben das Problem ja schon richtig erkannt und benannt. Das Bindungskonzept steht und fällt mit der Loslösung. Der Vater ist also gefragt. Dann gibt es mit dem Geschwisterchen keine Probleme (s. gezielter Suchlauf: Eifersucht auf den Neuankömmling) und der Übergang in der Ki-ga wird erleichtert. Wenn sich der Vater einsetzt, sehe ich keine Schwierigkeiten für Ihr Konzept. Viele Grüße
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