Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, mein Sohn ist jetzt 3,5 Jahre alt. Mein Mann und ich sind getrennt, es läuft aber alles soweit friedlich zwischen uns und er kann den Kleinen sehen, wann er möchte. Mein Mann kauft dem Kleinen bei jeder Gelegenheit irgend etwas. Er kommt immer mit was Neuem nach Hause (Auto´s, Bücher, Puzzel…). Ich kaufe ihm so gut wie nie etwas beim Einkaufen, weil ich denken, dass ein Kind auch lernen muss so in ein Geschäft zu gehen. Der Kleine weiß aber schon, dass er beim Papa immer was gekauft bekommt und fragt mich dann auch beim Einkaufen. Ich sage ihm dann, dass er genug hat und wir nichts kaufen. Meistens ist er nach kurzer Zeit friedlich und es ist gut. Ich habe aber etwas Angst, dass diese Vorgensweise in Zukunft Schwierigkeiten geben könnte. Was meinen Sie dazu? Ein Gespräch mit dem Vater hat leider nichts gebracht. VG Tanja
Liebe Tanja, Ihre Haltung ist vollkommen richtig und Sie sollten trotz der ablehnende Position des Vaters weiter auf ihn einwirken, die ständige Schenkerei zu unterlassen. Man kann emotionale Defizite beim Kind nicht durch künstliche Aufwertung mittels Geschenken ausbügeln. Die daruch erzeugte erzieherische Wirkung ist äußerst ungünstig und wird dazu führen, dass das Kind eines Tages immer höhere "Leistung" beim Schenker einfordert. Noch ist ihr Sohn zu klein, um Geldwert zu erkennen. Aber das ändert sich eines Tages und werden die Forderungen immer größer. Abgesehen von dem emotionalen Schaden beim Kind kommt dann auch wirtschaftliches Problem auf alle zu. Viele Grüße.
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