Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth! Bisher war Lukas (21 Mon.) immer mit mir bzw. meinem Mann zusammen.Letzt habe ich ihn mal für 1,5 Std. bei einer Freundin gelassen (sie hat 1 Tochter im gleichen Alter und die beiden haben sich schon ab und zu gesehen,aber noch nicht so sehr oft), weil ich zum Arzt musste. Er hat nicht geweint, als ich gegangen bin, hat wohl erst schön gespielt, nach ca. 1 Std. aber nach mir gefragt, war nicht mehr abzulenken und hat auch geweint. Seitdem redet er immer wieder davon, dass er bei meiner Freundin auf dem Arm war, geweint hat, Mama beim Doktor war und ihn dann wieder abgeholt hat. Wie soll ich das einordnen? Beschäftigt ihn das einfach nur und er versucht es einzuordnen oder hat ihm das "einen Schlag" versetzt? Ich habe etwas Angst, ihn nochmal irgendwo zurückzulassen... Andererseits: sollte man das nicht langsam behutsam "üben", dass er mal woanders bleibt (wenigstens kurz)? Irgendwann (mit 3 oder 3,5) soll er ja mal in den Kindergarten. Danke, Anja
Liebe Anja, das ständige Wiedererzählen des Schreckerlebnisses dient den Kleinkindern zur Verarbeitung. Wenn er diese Geschichte nicht mehr erwähnt, hat er sie überwunden. Es stimmt, daß sich ein Kleinkind langsam an ein Verbleiben bei Freunden und Bekannten gewöhnen sollte, das muß aber behutsam und schrittweise vonstatten gehen. Es gibt die Ausnahmen. Bei denen es ohne Umschweife klappt, aber die meisten Kinder reagieren so oder so ähnlich wie Ihr Sohn. Solche "Probebesuche" sollte man vielleicht nicht gerade dann beginnen, wenn man einen wichtigen Termin hat und unabkömmlich ist. Besser man geht nur einmal einkaufen und hat das Handy dabei, um auch schnell zurückkommen zu können, wenn es brenzlig wird. Viele Grüße
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