Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Fragen zum Schlafverhalten

Frage: Fragen zum Schlafverhalten

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S. g. Hr. Dr. Posth, Tochter 4 Monate alt, schläft seit Geb. nachts sehr gut (zuerst gepuckt, jetzt Schlafsack). Schläft nach dem letzten Sgtillen 22.30 Uhr seit einem Monat bis ca. 7.00 Uhr durch. Nach gleichem Ritual wird sie wach ins Bett gelegt und schläft allein ein. Davor Weinen/Schreien, oft bis zu 1,5 Stunden. Nach 2 x Osteopathie wurde „Problem“ besser. Tages- und Nachtschlaf im Gitterbett. Andere „Schlaforte“ für Tagschlaf schlecht angenommen (Wiege, Hängematte,...). **Ist es normal, dass sie nach dem Aufstehen nach 1,5 Stunden schon wieder sehr müde wird? **Soll ich ihren Tagschlaf beenden, wenn sie über die 2 Stunden hinaus schläft? Ich die Sorge, dass sie dann nachts nicht mehr so viel Schlaf braucht. **Warum wird sie tags oft nach einer halben Stunde laut weinend wach (nachts gab es das noch NIE, nicht mal bei Hunger)? Dann wieder manchmal nicht? **Kann/soll ich dafür sorgen, dass sie einen Mittagsschlaf macht (Terminplanungen)? **Kann ich das woanders schlafen üben?


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, es kommt mir so vor, als seien sie schlecht oder falsch beraten worden. Sie sprechen über Ihre Tochter mit einem Anspruch, als handele es sich um ein richtiges Kleinind. Sie schreiben aber, dass Ihre Tochter erst 4 Monate alt ist. Bei kleinen Säuglingen gibt es noch kein geregeltes Schlafverhalten und jedes Durchschlafen ist ein Zufall. Es sind nur wenige Kinder, die quasi von Anfang an durchschlafen. Und das bleibt meistens auch nicht so, denn viele Veränderungen und Störfaktoren häufen sich im Laufe der ersten Monate an. Wachstumschübe, Infekte, Zahnen usw. verhindern es, dass ein Säugling immer durchschläft. Es ist auch nicht das Ziel der Bindungsgestaltung. Die Nächte werden auch gebraucht, denn der Säugling muss erfahren, das seine Bezugspersonen immer und prompt verfügbar sind. Sonst wächst die Angst verlassen und verloren zu sein. Insofern erschreckt es mich, dass Sie davon sprechen, dass Ihre Tochter "oft bis zu 1,5 Stunden schreit", bis sie einschläft. Was tun Sie dagegen? Schreit sie, weil sie alleine ist? Osteopathie hat da übrigens noch nie geholfen. Inniger Kontakt, Herumtragen, Stillen oder auch Nuckel etc. sind die empfohlenen Mittel. Vielleicht schreiben Sie mir noch einmal. Viele Grüße


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