Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, vielen Dank für die Anwort von neulich. Ich werde einfach noch einige ´Wochen warten ob sie es von alleine schafft, ansonsten eine Flaschenentwöhnung versuchen. Ich würde nun noch gerne wissen, was Idikatoren für den Abbruch eines solchen Versuches wären. Meine Tochter schreit bereits bei der Wartezeit für das Fläschchen (3 Minuten) recht hysterisch - und zwar trotz tragen, Schnuller etc. Ich werde mich also auf ziemlichen Protest einstellen müssen. Wie lange ist weinen/schreien (natürlich nur auf dem Arm und trotz aller Beruhigungsmaßnahmen) zumutbar - bzw. wann sollte ich die Flaschenentwöhnung abbrechen. Ich möchte auf keinen Fall, dass unsere gute Bindung durch einen solchen Versuch beschädigt wird. Ich hatte ausserdem gedacht, dass ich nach und nach die Milch in der Nacht verdünnen würde, oder sollte es einen "kalten Entzug" geben? Vielen Dank für ihre gute Arbeit im Forum und ihr tolles Buch (hab es schon vielen befreundeten Müttern empfohlen) Rica
Liebe Rica, das Schreien biem Warten auf Nahrung dient neben der Signalgebung an den Versorger zunächst einmal tatsächlich der Spannungsabfuhr. Impulsiv veranlagte Kinder gehen dabei schnell von 0 auf 100. Irgendwann und dieser Moment ist schwer einschätzbar, da sich das Schreien kaum merklich verändert, beginnt aber die Angst, nichts mehr zu bekommen und unversorgt zu bleiben.Theoretisch wäre das Schreien auf dem Arm getragen bis zu diesem Moment zu vertreten. Aber wie gesagt, es gibt keine objektivierbaren Grenzen für das, was noch tolerabel ist. Die Gefahr solcher Aussagen ist im Übrigen immer die, dem Schreien-lassen letztendlich Vorschub zu leisten. Das trifft nicht auf die Eltern zu, die ohnehin kritisch mit solchen Empfehlungen umgehen. Also spez. für Sie: wenn Sie Ihre Tochter auf dem Arm halten, immr wieder ansprechen und beschwichtigen, dann ist die Gefahr einer entstehenden Angst eher weit hinaus zu schieben. Die Verdünnungsmethode von Milch in der Nacht eignet sich nur für die Kinder, die auf Milch extrem fixiert erscheinen. Sonst wäre der klare Wechsel auf notfalls Tee oder Wasser und sonst nur Herumtragen der bessere Weg. Großen Dank für das Lob auf mein Buch und Ihre Bemühungen der Weiterverbreitung. Viele Grüße
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