Mitglied inaktiv
Lieber Hr. Dr. Posth, auch bei unserem Söhnchen, 2 1/2, verfestigt sich das "Fingerlutschen". Manchmal nimmt er nur einzene Finger, manchmal die ganze Hand und lutscht daran, ohne zu beißen. Nicht nur gebunden an negative Gefühle, obwohl da verstärkt, auch beim entspannten gemeinsamen Spielen, am Tisch sitzen etc. Als Übergangsobjekt hat er zum Einschlafen zwei Schnuller (einen für den Mund, einen zum Kneten). Schnuffeltuch oder -tierchen hat er bisher keines erwählt. Den Tagsüber-Schnuller begehrt er schon seit mind. einem Jahr nicht mehr, den haben wir regelrecht "vergessen". Wofür steht das Lutschen? Was können wir tun? (Schaut er das Lutschen vielleicht bei seinem Schwesterchen (6 Mon.) ab)? Danke für Ihre Einschätzung, Christine
Liebe Christine, das Prinzip Lutschen oder Saugen wird von den Kindern aus der Säuglingszeit als Methode zur Selbstberuhigung übernommen. Kinder, die diesen Weg gewählt haben, benötigen oft kein weiteres Übergangsobjekt. Kommt ein Geschwisterkind auf die Welt wird das Prinzip Saugen durch das Erleben des Stillens der Mutter noch einmal aktualisiert, und das Kind holt sich im Sinne einer Regression die Befriedigung durch das Saugen noch einmal verstärkt zurück. Dadurch baut es gleichzeitig Konflikte ab. Was ihr Sohn derzeit ausführt, ist also absolut altersentsprechend und seiner Situation auch angemessen. Viele Grüße
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