Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Dr. Posth, unser Sohn (3J) hatte Freitag seinen 5. Fieberkrampf. Nun meint der Kinderarzt, wir müssten über Dauermedikamentation (Richtung Epilepsie nachdenken, sollen zu einem Epilepsiezentrum zwecks 2. Meinung). Öfters habe ich gelesen,d ss Fieberkrämpfe in bestimmten Hirnreifungsphasen auftreten. Welche sind dies? Wie hoch ist denn das Risiko auf Eplepsie nach 5 einfachen Fieberkämpfen? Der Bruder hat alles gesehen und fragt nun immer, was genau passiert ist. Wie erklärt man das kindgerecht? MuckelsMama
Hallo, über die Verbindung eines Auftretens von Epilepsie und Hirnreifungsphasen ist mir nichts bekannt. Wohl gibt es bestimmte Epilepsieformen in bestimmten Lebensaltern. Aber das hat genetische Gründe. Fieberkrämpfe sind Folge einer Veranlagung, die familiär weiter vererbt wird. Je mehr Fieberkrämpfe aufgetreten sind, desto größer ist Wahrscheinlichkeit, dass eine grand-mal-Epilepsie resultiert. Insofern ist es berechtigt, nach mehreren Fieberkrämpfen eine Zeitlang (1-3 Jahre) ein geeignetes Antiepileptikum zu verordnen. Darüber sollte Sie mit einem Neuropädiater in einem Sozialpädatrischen Zentrum sprechen. Mit dem Bruder können Sie ganz offen über das Geschehen reden. Die Kinder sind da vorurteilsfrei. Vermeiden Sie aber Dramatisierung. Erklären sie es wie eine krankheit, die die Bewegungvorgänge des Menschen unkoordiniert in Gang setzt (eine Marionette, bei der man hektisch an allen Fäden zieht). Viele Grüße
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