Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Erstklässler

Frage: Erstklässler

Mitglied inaktiv

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Hallo! Mein Sohn ist Erstklässler. Er zeigt in der Schule nicht, was er kann. Er hat sich selbst das Lesen beigebracht, liest nahezu fließend auch unbekanntes, schreibt kurze Briefe, denkt sehr gut logisch, weiß viel (Politik, Natur...), hat ein gutes Zahlenverständnis, "philosophiert" gerne. Seine Schulaufgaben sind sehr oft einfach schlurig, seine Lehrerin weiß nicht, dass er lesen kann, er meldet sich kaum. Er geht gerne in die Schule und es geht ihm nach eigener Aussage gut, alles wäre okay. Unser KiA meint, dass er sich langweilen würde und wir sollen ihn nachmittags fördern. Er mag nachmittags am liebsten spielen (gerne alleine, hat eigentlich keine festen Freunde), geht aber gerne zum Fußball und zum Schwimmen (DLRG). Einzige "Förderung" die ich mache ist, dass wir jeden Tag gemeinsam lesen, weil ich das wichtig finde. Auf seine Fragen gehe ich fast immer ein. Sollte man ihn wirklich noch mehr fördern? Oder irgendwelche Tests machen? Braucht er feste Freunde? Danke, Silke


Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Silke, solange Ihr Sohn sich wohlfühlt und in der Schule gut mittkommt, brauchen Sie überhaupt nichts zu unternehmen. Wenn er etwas höher begabt ist, als die anderen Kinder, sollte man natürlich darauf achten, dass er sich nicht von den anderen Kindern in der Klasse isoliert und zum Einzelgänger wird. Sie sollten auch darauf achten, dass er seine Hausaufgaben ordentlich macht, auch wenn er das Meiste längst kann und schnell fertig ist. Seine Freizeitgestaltung sollte nicht durch ständige Füttern mit Wissenstoff beeinträchtigt werden. Das Problem der hochbegabten(?) Kinder ist weniger ein Mangel an Wissensangeboten, als ein Ausscheren aus der Gemeinschaft der Altersgleichen. Aber sprechen Sie doch besser einmal auch mit der Lehrerin. Viele Grüße


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