Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, mein Sohn war ein Schreibaby, ist immer noch sehr scheu und schnell überfordert, aber immerhin viel sicherer als vorher. Bis jetzt habe ich ihn hauptsächlich betreut, stets im Sinne dieses Forums (nie schreien lassen, etc.). Zum Vater hat er einen guten Kontakt, sie spielen abends um am Wochenende oft miteinander. Nur wenn ich in der Nähe bin, weint er trotzdem oft nach mir, aber wenn ich ganz aus dem Blickfeld gehe, ist es ok. Im Juni wird der Kleine 1 Jahr, dann möchte ich wieder arbeiten gehen, mein Mann bleibt dann komplett zu Hause. Nun frage ich mich aber trotzdem wie der Kleine damit klar kommen wird, dass seine Hauptbezugsperson plötzlich nur noch abends da ist? Könnte ihm das irgendwie schaden? Danke und Gruß, S.W.
Stichwort: Väter Hallo, das Loslösungskonzept sieht es vor, dass ab dem 2. Lebensjahr eine zweite Person definitv in das Bindungsgeschehen einbezogen wird. Das ist im besten Fall der Vater. Insofern ist es von der Sache her richtig, was Sie vorhaben. Wielange bleibt denn Ihr Mann dann zu Hause? Am Anfang der Loslösung steht aber in der Entwicklung noch die Anhänglichkeit, die Sie im Moment an Ihrer Tochter feststellen. Ist der Vater für seine Tochter bereits eine zuverlässige Ersatzbezugsperson, gibt beim Übergang in der Regel keine Probleme. Allerdings muss sich der Vater auch als einfühlsame und zuverlässige 2. Bezugsperson erweisen, damit er Loslösungsvorbild sein kann. Der berühmte Freizeitpapa reicht dafür eigentlich nicht. Viele Grüße
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