Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

einschlafen

Frage: einschlafen

mieb

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Hallo Dr. Posth, unsere Tochter ist 13 Monate alt. Das Einschlafen klappte in den letzten Monaten super! Nach dem Ritual hat sie sich hingelegt und geschl. oder noch wach gelegen ohne schreien. Seit kurzem ist es so, dass wir das Zimmer nicht mehr verlassen dürfen. Sie schreit dann richtig! Sie steht auch immer wieder auf und plappert los. Wir müssen sie öfters wieder auf dem Arm nehmen und legen sie wach wieder rein; iwann packt sie es dann. Wenn sie nachts richtig wach wird, lässt sie sich auch nicht mehr beruhigen. Wir nehmen sie dann mit in unser Bett. Seit gestern steht ihr Bett wieder im Elternschlafzimmer. Sie hat zumindest die ganze Nacht in ihrem Bett geschlafen. Sollen wir das Einschlafritual ändern? Sie kommt einfach nicht runter. Oder hat sie Angst dass wir das Zimmer verlassen? Ist es richtig sie immer wieder aus dem Bett zu nehmen bis sie die nötige Bettschwere hat? Hat sie Angst dass ich "verschwinde"? Tags kommt sie mir nicht so vor. Ist sehr fröhlich. Danke :-)


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, mit 13 Monaten versteht ein Kind schon, dass die Mutter nicht völlig verschwindet, nur wenn sie den Raum verlässt. Aber der Moment des Hausgehens ist eine Trennung, die eine negative Gefühlsreaktion auslöst. Dieses negative Gefühl möchte das Kind nicht erleben und lehnt sich dagegen auf. Kehren Sie dann aber nicht rechtzeitig zurück, wie beim zeitlich dosierten Konditionieren ("Ferber-Methode"), erlebt das Kind mehr als nur ein negatvies Gefühl gegen das es sich wehren kann. Es erlebt Nicht-beachtet-werden, Hilflosigkeit, Angst und schließlich Panik und Verzweiflung. Das aber erzuegt eine massive Stress-Reaktion, die nachhaltige Folgen auf das gesamte Schlafverhalten hat und zunehmend auch auf das Bindungsgefüge (im Sinne von Vermeidung). So ist es zunächst einmal wichtig, dass das Kind weiß (das ist jetzt altersgemäß), im Schlafzimmer seiner Eltern einzuschlafen. Dann genügt auch das eigene Bett. Der Zeitpunkt des Einschlafens sollte optimal angepasst sein. Wenn ein Kind also im Bettchen erst einmal noch herumturnt und gar nicht schlafen will, ist es auch noch nicht müde genug. Dann sollte man es etwas später hinlegen, aber wiederum nicht zu spät. Sicher kann man ein 13 Monate altes Kind bei großen Einschlafschwierigkeiten auch immer noch einmal wieder auf den Arm nehmen, aber das Ziel sollte jetzt immer deutlicher sein, im Bettchen bei liebevoller Begleitung mit schönem Einschlafritual einzuschlafen. Viele Grüße


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