Mitglied inaktiv
Hallo, unser Baby sieben Monate, weint seit einiger Zeit immer, wenn ich ihn ins Bett legen will. Er ist satt und müde, aber er will nicht in sein Bettchen. Er weint. Nehme ich ihn raus und laufe mit ihm hört er recht schnell auf. Das gleiche Problem hatte ich mit meinem Großen ab dem Alter. Davor war er auch ohne Probleme ins Bett zu bekommen. Ich habe ihn dann getragen bis er eingeschlafen ist, oft eine halbe Std. Das möchte ich jetzt eigentlich gerne vermeiden, denn unanstrengend finde ich es nicht gerade. Wenn ich neben ihm sitzen bleibe und mit ihm spreche und er dabei aber weint bis er sich irgendwann beruhigt und einschläft, ist das denn problematisch für die Entwicklung?
Hallo, an der Tatsache, dass auch bei Ihrem älteren Sohn das Problem um diese Zeit aufgetreten ist, sehen Sie, dass es sich um ein ganz natürliches Phänomen handelt. Die Bindung zwischen Mutter und Kind ist jetzt so intensiv geworden, dass der Säugling eine Trennung unbedingt vermeiden möchte. Das Einschlafen und hingelegt werden empfindet der Säugling aber wie eine Trennung. Daher möchte er solange es geht auf dem Arm seiner Mutter bleiben. Das ist also in diesem Alter noch ganz normal. Zum Tragen gibt es gute Tragehilfen, damit die Wirbelsäule der Mutter (oder auch der Vaters!) entlastet ist. Das Prinzip, sich als Mutter oder Vater neben das Bett zu setzen und sich das Kind in den Schlaf weinen lassen, ist im Normalfall nicht zu empfehlen. Es ist für das Kind vielleicht weniger Stress als ganz allein gelassen zu werden, aber die Missachtung des Bedürfnisses nach Getragenwerden wird immer noch als großer Stress empfunden. Die Mutter-Kind-Bindung leidet über kurz oder lang auf jeden Fall. Viele Grüße
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