Mitglied inaktiv
Guten Tag Herr Dr. Posth, mein Sohn, 7 Jahre alt, akzeptiert mich immer weniger als "Erziehungsberechtigte". Unabhängig davon, was ich ihm sage (Hausaufgaben machen, Klavier üben, Spielzeug wegräumen), versucht er, sich dem zu widersetzen und sagt mir, ich wäre zu Hause nicht der Boss, das wäre der Papa (nur ist der Papa tagsüber nicht zu Hause). Ich spüre dabei, wie ich an meine Grenzen gerate und ihm gegenüber immer unbeherrschter und verzweifelter werde; und erst dann reagiert er (vielleicht) irgendwann. Mache ich, was ER möchte, ist er das liebste und friedlichste Kind, welches man sich vorstellen kann. Sehen Sie eine Möglichkeit, diesen Mechanismus zu verändern? Herzliche Grüße, Simone
Liebe Simone, das liegt hauptsächlich an Ihnen selbst. Machen Sie Ihrem Sohn klar, dass Sie vielleicht nicht der Boss, aber die Chefin sind, und das allemal zu Hause. Diesen Standpunkt müssen Sie aber gleichzeitig auch Ihrem Mann gegenüber vertreten, damit Ihr Sohn erkennen kann, dass nicht nur der Mann und damit sein Vater "autoritäre Gewalt" besizt, sondern auch die Frau und Mutter. Ihr Sohn spiegelt offensichtlich das klassische Rollenverzeilungsmuster und das kann er nur aus der eigenen Familie herleiten. Sie als Eltern oder vielleicht die Großeltern vermitteln ihm dieses Bild, das nur Sie verändern können. Viele Grüße
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