Mitglied inaktiv
Ich bin Mutter einer Tochter (8,5 M.). Sie wird gestillt u. kriegt Beikost, die sie gut ißt. Das Stillen rückt durch dadurch natürlich in den Hintergrund, außerdem nimmt sie auch die Flasche sehr gerne, bekommt sie bisher aber selten. Nun ist mein Eindruck, daß sie von den Flaschen-Milchmahlzeiten länger satt ist als von den Stillmahlzeiten. Ich stehe jetzt an dem Punkt, wo ich mich entscheiden muß: weiterstillen oder Flasche. Ein jetziges Abstillen wäre total unkompliziert. Ich sehe das sehr leidenschafts- und ideologielos: Stillen ist in den ersten 6-8 Monaten wichtig und gut, auch und gerade für die emotionale Entwicklung. Aber wie steht es im 2. Halbjahr? Wie entscheidend sind aus Ihrer Sicht dann noch die emotionalen Vorteile des Stillens? Die ernährungsphysiologischen sind mir klar, die muß ich selber abwägen. Aber enthalte ich meiner Tochter jetzt emotional noch was vor, wenn ich sie nun endgültig abstille? Wir kuscheln viel, sie schläft unserem meinem Bett, wird getragen usw
Hallo, die emotionale Komponente beim Fütern wird natürlich auch durch die liebevoll gebotene Flasche, bzw. das zuwendungsintensive Füttern mit dem Löffel erreicht, sonst könnten ja nur gestillte Säuglinge, sagen wir einmal, glücklich werden. Das wird aber mit Sicherheit nicht so sein, denn die positive emotionale Integration, die ich ja in meinen Texten erkläre, läßt sich neben dem Stillen, bzw. zuverlässigen und liebevollen Füttern mit der Flasche hauptsächlich auch durch promptes Trösten, Herumtragen, sicheres Halten und Schmusen erreichen. Insofern stehen Sie sich mit Ihrer Haltung zum Stillen ganz gut, und ich bin auch der Auffassung, daß Mütter das Steillen im zweiten Lebenshalbjahr schrittweise beenden können, v.a. aber in der Nacht, um das "Durchschlafen" zu erreichen. Aber nicht mißverstehen, keine Mutter muß das so handhaben. Flaschenmilch sättigt deswegen länger weil mehr Eiweiß drin ist. In den adaptierten Formelmilchen ist außer bei den Pre-formen auch Amylose enthalen, also Stärke. Viele Grüße
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