Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, kurz zur Vorgeschichte: meine Tochter (21Mon.) wurde mit 6 Mon. lebertransplantiert. Ihr geht es jetzt sehr gut & ihr Entwicklungsstand altersentspr.. Sie muss regelm. zu ärztl. Kontrollen und zur Blutabnahme. Die ist wegen "schlechter Venen" sehr schwierig und gleichzeitig wehrt sie sich sehr heftig, was zu Folge hat, daß z.T. 3 Helfer sie festhalten. Meist dauert es zw. 1/2 bis 1 Std. bis die Prozedur beendet ist.Ich bin immer dabei, wobei es mir nicht möglich ist, sie in dieser Situtaion zu beruhigen. Bisher hat man ihr hinterher nichts angemerkt, aber nach der letzten Entnahme vor 4 Tagen ist sie sehr ängstlich, mag draussen nicht mehr frei rumlaufen und schläft schlecht ein. Ständig sagt sie "Arzt aua", z.T. zwickt sie sich dann und spielt "Blutabnahme" mit mir oder ihren Puppen. Insges. ist sie seit dem irgendiwe "durch den Wind". Ich mache mir Sorgen, daß diese Erlebnisse Spuren bei ihr hinterlassen und frage mich, wie ich ihr helfen kann! Haben Sie einen Rat? L
Hallo, diese Gratwanderung zwischen körperlicher Gesundheit und seelischem Unbeschadetsein lässt manchmal keine ideale Lösung zu. Die Blutabnahmen werden wichtig sein, um den Stoffwechsel zu überwachen und entzündliche Abstoßungsreaktionen des Körpers rechtzeitig zu erkennen (ganz zu schweigen von den potenziellen. med. Nebenwirkungen). Das seelische Trauma ist nicht zu vermeiden. Das Trauma ist nur abzumildern erstens durch Ihre Präsenz, obwohl sie Ihrer Tochter nicht helfen können. Zweitens durch Nachspielen der Situation verbunden (an Puppen ist gut) mit beruhigenenden und beschwichtigenden Kommentaren Ihrerseits (wobei einstweilen im Wesentlichen nur der Tonfall Ihrer Worte wirkt). Drittens durch einen guten Kontakt zum KiA/KiÄ, aus dem Ihre Tochter entnimmt, dass man letztlich zu ihrem Wohle handelt. Später kann man Ihre Tochter auch Bilder malen lassen und sie zu Rollenspielen ermuntern. Viele Grüße
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