Mitglied inaktiv
sehr geehrter dr. posth, meine tochter ist jetzt 2;7. sie hatte regulationsstörungen, bis sie zehn monate alt war, was v.a. in massiven schlafstörungen und immensem dauerstillen ausdruck gefunden hat. seit sie zehn monate alt ist, hat sich alles enorm gebessert, auch wenn sie noch immer nicht durchschläft. als selbstberuhigung hat sie irgendwann (ich denke, so in der zeit um 10 monate rum) begonnen, ihren eigenen bauch zu streicheln. sie hat von uns seitdem immer kleidung bekommen, mit der sie an den bauch herankommt. diese art der selbstberuhigung hört nun gar nicht auf und sie manipuliert inzwischen so heftig am bauchnabel herum, dass er ganz verschorft ist. allerdings meint die kinderärztin, es sei nicht so schlimm. nun frage ich mich: ist das noch okay, dass sie so ca alle zwei stunden (und beim schlafen immer) die hand am bauch hat und heftig an ihrem nabel herumknubbelt? oder ist das ausdruck von irgendwas, was ihr fehlt? sie ist ansonsten völlig normal entwickelt.
Hallo, zunächst würde ich gerne von Ihnen erfahren, wer die "Diagnose" Regulationsstörungen gestellt hat und was Ihnen als Therapie angeboten worden ist. Gab es überhaupt eine gezielte Therapie oder nur Elternberatung? Bitte beschreiben Sie mir doch den Hergang genau. Was Ihre Tochter entwickelt hat, ist eine sogenannte Habituation. Da der Säugling noch keine reifen und wirkungsvollen Mechanismen zur Selbstberuhigung besitzt, benutzt er von Natur aus Gewohnheiten oder Habituationen, um sich zu behelfen. Die bekannteste und uralte Gewohnheit ist das Saugen an einem Nuckel oder am "Daumen". Es gibt dazu veile Spielarten. Sich selbst über den Bauch zu streichen ist auch eine Methode, zugegeben eine seltene. Was passiert ist, dass der Fettfilm der Haut abgerieben wird und sich die Haut entzündet. Der Nabel ist besonders gefährdet. Da Ihre Tochter wahrscheinlich aber wieder unruhig wird und schreit, wenn Sie ihren den Bauch nicht frei lassen, müssen Sie die Haut ständig rückfetten z.B. mit Dermatika auf Mandelölbasis. Sie können mir ja auch berichten, wie es weiter geht. Viele Grüße
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