Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, in Ihrer Antwort v. letzter Woche schreiben Sie, dass die Autoaggressionen meines SohnesAusdruck unausgelebter Wut seien, z.B. gegen zu strenge Eltern. Ich nehme diesen Kommentar ernst, obwohl ich weder mich noch meinen Mann für streng halte, aber ich werde meinen Erziehungsstil beobachten und ggf. korrigieren. Hier noch einige Situationen, in denen er sich in die Hand beißt: Oma kommt zu Besuch und er steht an der Treppe oben und freut sich riesig; Wir toben ausgelassen; Er tobt allein durch die Whg. (rennt zw. Küche + Wohnzimmer hin u. her u. hat sichtlich Spaß); Nach anfänglicher Schüchternheit b. Turnen "flippt" er rum (unsicher?). M.E. zeigt er die Aggressionen selten bis gar nicht in „Wutsituationen“, sondern eher in positiver Atmosphäre bzw. wenn er überdreht oder unsicher ist. Ist das trotzdem m. unausgelebter Wut zu erklären? Vielen Dank für die erneute Antwort! Anja
Liebe Anja, in welchen Situationen das autoagressive Verhalten auftritt, hatten Sie mir nicht geschildert. Gewöhnlich ist es so, wie ich Ihnen in meiner vorigen Antwort geschrieben habe. Aber es gibt tatsächlich auch vergleichbare Phänomene bei hochgradiger positiver Emotionen, also nicht bei Wut, sondern bei Ausgelassenheit und Euphorie. So etwas würde man als Übersprungshandlung bezeichnen können. Das bedeutet aber, daß ein gewisses aggressives und auch autoaggressives Potential in Ihrem Sohn drin steckt. Mein vorige Antwort muß ich dann natürlich relativieren. Aber Sie haben mich, denke ich, im Prinzip schon verstanden. Viele Grüße
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