Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Anhänglichkeit lässt nicht nach...

Frage: Anhänglichkeit lässt nicht nach...

tine811

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Guten Tag Herr Dr. Posth, ich wünsche Ihnen ein frohes Neues Jahr. Ich habe eine Frage zu meinem Sohn (15 Monate alt): Noch immer können weder sein Vater noch ich alleine auf Toilette gehen und die Tür schließen, ohne dass unser Sohn weint und mitgehen möchte. Generell weint er fast immer, wenn Türen geschlossen werden, auch wenn Besucher gehen. Auch sonst hat er immer mal Tage, an denen er extrem anhänglich ist, vor allem bei mir, aber auch beim Papa. Dann kann ich ihn gar nicht vom Arm lassen, ohne dass er weint. Kann dies auch mit Zahnungsbeschwerden zusammenhängen? Die letzten Wochen war es sehr extrem, und gestern habe ich die Spitzen von zwei oberen Backenzähnen entdeckt. Momentan scheint die Anhänglichkeit aber wieder nachzulassen. Vielen Dank! Beste Grüße, Tine


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, prinzipiell können Krankheitserscheinungen, aber auch Beschwerden wie beim Zahndurchbruch Übellaunigkeit, Jammerigkeit und auch verstärkte Anhänglichkeit auslösen. Wie weit diese Anhänglichkeit dann geht, hängt ein bisschen vom Entwicklungsstand und den Selbstständigkeitsbestrebungen des Kindes ab. Aber mit 15 Monaten ist da noch nicht viel zu erwarten. die Kinder sind dann generell noch sehr anhänglich. Das Schließen der Tür bedeutet für ein Kind dieses Alters nicht nur einfache Trennung, was problematisch genug ist, sondern auch Verlust vielleicht für immer. Denn das Kind hat noch wenig Vorstellungen von der Topographie einer Wohnung oder eines Hauses. Oder hinter der Tür könnte der geliebte Mensch verschwinden und das erzeugt Angst. Wenn man es aus Schamgefühl nicht schafft, die Tür tatsächlich offen zu lassen oder das Kind mit aufs Klo zunehmen, dann sollte man wenigstens währenddessen mit dem Kind vor der Tür reden. Dadurch bleibt der Kontakt durch die Tür erhalten. Viele Grüße


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