Mitglied inaktiv
Hallo, mein Sohn ist 16 Monate und seit einiger Zeit sehr anhänglich. Die letzten Wochen ist es ganz extrem geworden. Papa darf ihn noch nicht mal mehr wickeln da wehrt er sich und ruft Mama. Nimmt ihn mein Mann auf den Arm, will er meistens sofort zu Mama. Ist er allein mit ihm im Zimmer oder geht mit ihm einkaufen geht es dauernd nur Mama, Mama, Mama. Davor hatte man das Gefühl er hat fast ein gleichwertiges Verhältnis zu uns beiden.Mein Mann ist schon etwas traurig darüber. Er versucht mit ihm zu spielen, seine Zeit mit ihm zu verbringen, nur ist das fast nicht möglich vor lauter Mamaanhänglichkeit. Wir möchten schon gerne das die Loslösung in Gang kommt, wie verhalten wir uns dann richtig? Soll mein Mann trotz ständiger Mama Nachfrage allein mit meinem Sohn auf den Spielplatz gehen, ihn trotz Gegenwehr wickeln oder wäre das gerade der falsche Weg?
Hallo, man muss nur verstehen, was in dieser Phase in den Kleinkindern vorgeht. Mit etwa 1 1/2 Jahren komt der Schritt der Selbstbewusstheit. Bis dahin haben sich die Kinder immer noch in einer Art Personalunion mit ihrer Mutter gefühlt, obwohl ihnen schon bewusst geworden ist, dass alles, was sie tun, sie selbst oder "alleine" tun. Dieser Schritt der Selbstwerdung ist entscheidend für die eigene Persönlichkeit und löst vorübergehend noch einmal wieder Ängste und Anhänglichkeit aus. Aber das geht relativ schnell vorbei, wenn die Eltern richtig reagieren und die Anhänglihckeit noch einmal -ohne jede Übertreibung- zulassen. Ein Drang oder Zwang zur Loslösung ist kontraproduktiv. Viele Grüße
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