Mitglied inaktiv
Hallo Hr. Dr. Posth, unser Sohn (4,5 J) hat schon immer ein dünnes Nervenkleid. Seit einigen Wochen bekommt er nun - wenn er sich erschreckt, sich wehtut, wir ihn wegen etwas anmeckern etc. - Anfälle von Atemnot. An schlechten Tagen mehrmals täglich. Sie gehen zwar schnell vorüber, in seiner Panik hat er weite Pupillen, reisst die Hände an den Hals, schreit nach etwas zum Trinken und bekommt nur wenig Luft. Die Bronchien scheinen einfach zuzugehen. Die Anlässe sind an wackligen Tagen minimal, es reicht manchmal, wenn sein kleiner Bruder einen Schrei fahren lässt. Seit zwei Monaten dürfen wir ihm nicht die Haare waschen, weil beim Gedanken an einen Tropfen Wasser im Gesicht das gleiche ausgelöst wird. Meinen Sie, man sollte warten, bis das vorbeigeht? Ich möchte es ungern pathologisieren, aus Angst, das Problem verfestigt sich dann. Was sagen Sie dazu? Danke und liebe Grüße Ina.
Liebe Ina, es gibt Kinder, die neigen zu Affektkrämpfen. Im Rahmen derer blockiert ihre Atmung und laufen "blau" an. Man nennt so etwas eine vasovagale Synkope. Es gibt daneben die Kreislauf-Typen, denen der Blutdruck absackt und die "schneeweiß2 im Gesicht werden. In beiden Fällen sollte man zur Sicherheit einmal das herz untersuchen lassen und vielleicht auch ein EEG schreiben lassen. Zu erwarten ist eigentlich nichts, nur Ausschlüsse sollten eben vorgenommen werden. Sie selbst können nur beruhigend und beschwichtigend einwirken. Die Kinder sollten nicht Angst und Panik bei ihren Eltern erfahren, aber auch keine zu große Aufmerksamkeit. Gefährlich sind diese Attacken nicht. Viele Grüße
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