Mitglied inaktiv
Guten Tag, ich wollte sie mal nach ihrer Meinung bezüglich pucken fragen, was halten sie davon?? Bzw. kennen sie das Buch "Das glücklichste Baby der Welt" von DR. Karp? würde mich interessieren ob sie das genau so sehen. Würden sie sagen das Stillen die Entwicklung von Babys verbessert, oder die Emotionale Seite? und wie lange würden sie Stillen empfehlen? 6 Mo., 2 Jahre? Ich bin ja ein großer Fan von ihnen, auch wenn es manch mal nicht ganz einfach ist alles in die Tat umzu setzen, vor allem meinen Mann davon zu überzeugen. Ich verstehe manchmal nicht warum unser Sohn eine Woche von halb 8 bis 7 Uhr morgen durchschläft ohne einen Mucks und ganz plötzlich wieder 2 mal ein Fläschen braucht, ohne das Zähne im Anmarsch sind oder er eine Erkältung hat. Vielleicht können sie bei uns Licht ins Dunkle bringen. Vielen Dank LG Maria, Andreas und Max
Stichwort: Säuglingsschreien / Schreibaby Hallo, wie das so oft mit (Heils)lehren aus Amerika ist, richtige Ansätze werden mit überbordenden Aussagen und Darstellungen wieder ausgehebelt. Tatsächlich ist der menschliche Säugling ein wenig zu früh auf der Welt. Aber diese Aussage gilt nur für den Anspruch, dass er sich in der Welt, in die er kommt, gleich behelfen kann. Dieser Anspruch ist aber meiner Aufassung nach evolutionsbiologisch falsch. Die Tatsache, dass der Säugling prinzipiell ein wenig zu früh geboren wird, ist seine große Chance, ja Aufgabe, vom ersten Atemzug an eine Bindung eingehen zu müssen!! (und nicht nur zu können). Die Natur ist in der Lage, einen Mangel so umzustricken, dass daraus ein sinnvolles Prinzip wird. Die Triebfeder hierfür ist der Drang einer jeden Art, überleben zu wollen ("suvial of the fittest"). Auf dieser Grundvorstellung basiert mein Prinzip, mit einem Säugling umzugehen (s. mein Buch "Vom Urvertrauen zum Selbstvertrauen"). Danach braucht ein Säugling überhaupt nicht zu schreien, außer um seine Bedürfnisse zu äußern und seine Bezugspersonen herbeizurufen. Alle sonstigen Schreiursachen basieren auf den zwei großen Alarmsystemen im menschlichen Organismus, die da lauten Schmerz und Angst. Das bleibt lebenslang so! Sind also Schmerz (z.B. auch Trimenonkoliken) und Urangst (durch Urvertrauen) beseitigt, ist der Säugling glücklich und zufrieden. Aber dieses Urvertrauen müssen wir Eltern uns verdienen, das ist unser Teil bei der großen Aufgabe. Herumtragen, Trösten, Schmusen, aber auch Füttern und Wickeln etc. sind die natürlichen Methoden. "Pucken" gehört nicht dazu, auch nicht ins Ohr zischen usw. Der Abschied von der Mutterhöhle ist kein Urtrauma (s. Psychoanalyse), sondern ein notwendiger Weg in die körperliche Freiheit. Die sollte dann aber nicht wieder genommen werden. Viele Grüße und danke für die interessante Frage
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