Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, Ich, von Geburt an alleinerziehend, sohn 17 Monate, mache mir Sorgen wie mein Sohn die Abwesenheit des Vaters verkraften wird. Dieser, mittlerweile neue Partnerin mit 2 Kindern und nun auch ein gemeinsames Kind, bisher wenig Kontakt zum Sohn, nun alle 3 Wochen. Mein sohn wird sicherlich in naher Zukunft anfangen Fragen zu stellen. Wie erkläre ich ihm die Situation am besten? Wie vermeide ich negative Auswirkungen auf sein Selbstwertgefühl? Er wird sich doch sicher fragen, wieso sein Vater mit einem anderen Kind lebt, ihn aber nicht wollte? Vater möchte Sohn gerne in seine Familie mitnehmen, da er meint, in meinem Beisein keine Beziehung aufbauen zu können. Ich denke das ist noch viel zu früh, da eben bisher noch gar keine Beziehung besteht. Wie ist ihre Meinung dazu? Schon einmal vielen Dank für ihre Antwort. Viele grüsse, Christina
Hallo, ganz vermeiden lassen sich Auswirkungen auf das Selbstgefühl des Kindes in solchen Fällen nicht. Entweder gibt es für das betroffene Kind ein Ersatz-Loslösungsvorbild (am besten aus der Familie, manchmal auch ein neuer Partner der Mutter, der das KInd wirklich liebt und ganz akzeptiert) oder es komt zur erschwerten Loslösung (s. gezielter Suchlauf). Es ist immer gut, wenn die Mutter weiß, woher die Reaktionen ihres Kindes dan kommen, die im einen Fall aggressiv sein können, im anderen Fall eher regressiv anhänglich. Das Verständnis der Mutter erspart viele Konflikte. Den Vater an seine Vaterschaft gemahnen, hat häufig keinen Sinn, denn wenn der Vater diese Denkweisen voll und ganz akzeptierte, dann hätte er die Mutter mit seinem Kind gar nicht verlassen oder würde von sich aus einen innigen Kontakt zu seinem Kind erhalten. Viele Grüße
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