Mitglied inaktiv
Guten Tag, mein Sohn wird im Spätsommer 5. Unsere Nachbarn haben trotz eigener kleiner Kinder einen in den Boden eingelassenen und komplett ungesicherten Pool. Wir haben unserem Sohn erklärt, dass er dort nicht ohne uns rüber und spielen darf, weil es zu gefährlich ist. Er sieht das ein, ist einverstanden und verspricht, dort nicht alleine rüberzugehen. Aber in schöner Regelmäßigkeit landet er doch dort (eben wegen der Nachbarskinder). Wenn wir zu ihm gehen um ihn zu holen, sagt er, er hat nicht daran gedacht oder er wollte nur mal kurz hin. Unser Eindruck ist, er versteht es zwar, aber er kann sich noch nicht an die Vorgabe halten. Ab wann haben Kinder diese Einsicht? Wann halten sie sich an solche Absprachen. Wir haben ein vertrauensvolles und harmonisches Verhältnis zu unserem Sohn. Dass er sich uns widersetzt aus Trotzgründen, schließe ich absolut aus. Er wird demnächst Schwimmen lernen, allerdings haben wir noch einen 3Jährigen - das Problem bleibt also bestehen. Gruß!
Hallo, die Frage ist berechtigt, aber vor ihrer Beantwortung müsste erst einmal geklärt, was Einsicht überhaupt ist und bedeutet und woher sie kommt. Was Sie hauptsächlich aber meinen, ist das, was man mit Vorsicht und Selbstschutz bezeichnet. Dieser Selbstschutz, resp. die Prävention hinsichtlich der Selbstbeschädigung ist ein Prozess, der sich lebenslang entwickelt oder eben nicht. Also das, wovon Sie sprechen, ist eine Aufgabe bis ins Erwachsenenalter. Was ist denn mit dem Aufgeben des Rauchens bei Erwachsenen, der Reduktion von Alkohol, mit dem Verzicht auf riskante Fahrweise bei Jugendlichen, mit dem Vermeiden gefährlicher Sportarten usw. Ich will sagen, Einsicht und Selbstschutz sind gar keine Frage nur des Alters, sondern des Gefahrenbewusstseins und der Übernahme von Selbstverantwortung. Dann kommt noch dazu, da die vermeintliche Gefahr überhaupt erst einmal eingeschätzt werden muss. Mit anderen Worten, überhaupt kein Kleinkind ist in der Lage, die Gefahren eines Teiches im Garten, egal ob im eigenen oder beim Nachbarn, richtig einzuschätzen. Entweder gibt es eine Beaufsichtigung, oder eine Sicherung des Teiches oder das Kind lernt tatsächlich schwimmen und den Gefahren des Wassers zu begegnen. Viele Grüße
Die letzten 10 Beiträge
- Übergänge gestalten
- Trennungsschmerz
- Wackelzahnpubertät oder auffälliges Verhalten?
- Wie viel Macht / Mitbestimmung für einen 8-jährigen
- richtiger Umgang in herausfordernder Phase
- Konsequentes Verweigern des Toilettenganges
- 6 Jährige plötzlich Probleme mit Trennung im KIGA
- Verhalten durch Angst?
- Plötzlich große Verlustangst
- Kita - Weinen wenn anderes Kind früher abgeholt wird