Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Posth Achtung kompliziert!!! Wir leben in einer Patchworkfamiliensituation. Ältester Sohn meines Partners fast 10 Jahre alt (leibliche Mutter gestorben als er 7 Monate alt war, 2. Frau adoptiere Sohn), jüngerer Sohn meines Partners 6 Jahre alt und Scheidungskind seit er 2 Jahre alt ist, und unsere gemeinsame Tochter, 17 Monate. Mein Partner hat seinen älteren Sohn seit ca. 2 Monat komplett (davor wurden beide Söhne von der Adoptiv- und leiblichen Mutter und meinem Partner halb/ halb betreut) Wir wohnen noch nicht zusammen, so dass wir beide jede 2. Woche alleinerziehend sind; wenn mein Partner den jüngeren Sohn nicht hat leben wir zu viert auf momentan sehr engen Raum, was aber ganz gut klappt. Probleme macht der jüngere Sohn. Er ist extrem anhänglich, eifersüchtig auf mich und unsere gemeinsame Tochter, renitent, stört jedes Gespräch, möchte, möchte, möchte den ganzen Tag..... Er hat nachts Ängste; so dass er bei meinem Partner mit im Bett schläft, macht nachts noch in die Windel... Absolute Regression und kein Sozialverhalten. Mich macht er wahnsinnig, auch wenn ich seine Ängste und Nöte sehe, aber er ist kaum zu ertragen. Wie verhalten? Wir wollen eigentlich alle zusammen ziehen... Besten Dank
Hallo, wie Ihnen ja offensichtlich bewusst ist, haben die beiden Söhne Ihres neuen Partners einiges mitgemacht. Der jüngere ist durch die Trennung der Eltern, als er 2 Jahre alt war, etwas stärker betroffen als der ältere. Ihre Entscheidung kann nur dahin gehen: versuche ich als neue mütterliche Bezugsperson die Bindungsproblematik dieses Jungen aufzuarbeiten oder bin ich dazu grundsätzlich nicht bereit. Sich dafür zu entschließen bedeutet sehr viel Verantwortung für diesen Jungen zu übernehmen. später werden Sie dafür von dem Jungen belohnt, aber im Moment bürdet er Ihnen viele Schwierigkeiten im Verhalten auf. Einige davon haben Sie schon benannt. Ich würde Ihnen raten, diese Aufgabe nicht ohne fachkundige Hilfe anzufangen. ZUviel ist zu beachten und auch Sie müssen immer wieder ihre Frustrationen und Enttäuschungen mit jemandem bereden können. Ihr neuer Partner ist verständlicherweise parteiisch und zugleich von Schuldgefühlen belastet. Er wird kein guter Ratgeber sein. Wenden Sie sich am besten also an eine Beratungsstelle für Erziehungsfragen. Das ist ein für Sie kostenloses Angebot jeder größeren Kommune oder Stadt. Viele Grüße
Die letzten 10 Beiträge
- Übergänge gestalten
- Trennungsschmerz
- Wackelzahnpubertät oder auffälliges Verhalten?
- Wie viel Macht / Mitbestimmung für einen 8-jährigen
- richtiger Umgang in herausfordernder Phase
- Konsequentes Verweigern des Toilettenganges
- 6 Jährige plötzlich Probleme mit Trennung im KIGA
- Verhalten durch Angst?
- Plötzlich große Verlustangst
- Kita - Weinen wenn anderes Kind früher abgeholt wird