MeriMery
Guten Tag, mein Baby ist 11 Wochen alt. Am Anfang hat es ohne Pucken gut geschlafen, aber ab ungefähr der zweiten Woche haben wir angefangen zu pucken, damit es besser schläft. Seit einigen Wochen möchte es jedoch nicht mehr gepuckt werden und kämpft ständig dagegen an, die Arme frei zu bekommen. Da unser Baby sehr aktiv und kräftig ist, denke ich ohnehin, dass wir mit dem Pucken aufhören sollten, da es sich wahrscheinlich bald selbst drehen wird. Das Problem ist jedoch, dass es durch seine eigenen Bewegungen und Zuckungen aufwacht. Das Einschlafen ist nicht das Problem – es schläft im Arm, selbstständig oder neben uns ein. Ohne Pucken schläft es nachts aber nur die ersten 4 Stunden ruhig. Danach bewegt und zuckt es sehr viel. Nachts wacht es davon nicht immer komplett auf und schafft es oft wieder einzuschlafen. Das größte Problem ist tagsüber, denn dann kann es wegen dieser Zuckungen fast gar nicht schlafen. Es schläft nur auf uns oder in der Schaukel ein, wacht dort aber ebenfalls schnell durch die Bewegungen und Zuckungen wieder auf. Ich glaube auch, dass es nicht nur der Moro-Reflex ist, sondern dass sich mein Baby generell im Schlaf viel bewegt – es zuckt nicht nur, sondern bewegt auch aktiv Arme und Beine, selbst wenn es schläft. Was können wir tagsüber tun? Abends haben wir eine feste Routine – abgedunkeltes Zimmer und White Noise – aber tagsüber hilft nichts davon. Sollen wir einfach abwarten, bis die Bewegungen weniger werden, oder muss sich das Baby daran gewöhnen, auch mit diesen Bewegungen weiterzuschlafen? Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
Hallo, Sie haben Recht: Wenn Ihr Kind beginnt sich zu drehen, ist das Pucken nicht mehr angezeigt. Unterstützen Sie die Körperwahrnehmung im Wachzustand durch Ganzkörpermassagen, Tragen in einem fest gewickeltem Tragetuch, aber auch Ablegen auf festen Untergründen, also eher auf dem Bodem mit dünner Moosgummiunterlage als auf Polstern. Achten Sie darauf die Übergänge in die Schlafphasen rechtzeitig einzuläuten, übermüdete Kinder schlafen unruhiger. Sie können Ihr Kind im Bettchen mit fest eingerollten Baumwolltüchern neben den Schultern begrenzen (der Kopf muss frei sein!) - Mache Kinder schlafen ruhiger in der Seitenlage (dann ist zumindest schon mal ein Arm unten durch den Körper fixiert). Am Tage, wenn Sie Ihr Kind im Blick haben, können Sie verschiedene Schlafpositionen austesten. Sollte Ihr Kind dauerhaft motorisch sehr unruhig im Schlaf sein, kann ggf. auf ein Gewichtsschlafsack helfen. Sollten Sie die Bewegungsmuster sehr beunruhigen, fertigen Sie auch mal ein Smartphone-Video davon und zeigen dieses beim nächsten Kinderarzttermin dort vor. Dann kann man Ihnen genau erklären, welches Reflexmuster und welches Übungsbewegungen sind. Liebe Grüße, Mechthild Hoehl