Frage: Schlechtes zweites Schläfchen tagsüber

Sunshine1021

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Mein Sohn ist 10 Monate als und schläft seit einigen Tagen tagsüber nachdem aufstehen um 6:30-7:00 Uhr, um ca. 8:30 und 10:00 Uhr. Jedoch habe ich seit einiger Zeit Probleme ihn Nachmittags Probleme zum Schlafen zu bringen mit im Einschlafstillen im Bett. Er schreit oft und will wieder aufstehen obwohl er sichtlich müde ist und seinen Kopf auf den Boden legt. Letztens ist er mir zuhause erst nach 16 Uhr eingeschlafen im Bett. In der Trage draußen funktioniert es meistens besser aber bei warmen Temperaturen möchte ich ihm das auch nicht zumuten. Auch habe ich das Gefühl dass ich durch falschen Umgang und zwanghaftes zum Schlafen bringen bei ihm eine unsichere Bindung bewirkt habe. Er wirkt immer sehr unabhängig auch in fremder Umgebung und fremdelt kaum noch. Obwohl er schon mit 4 Monate oft Angst vor Menschen hatte und generell ein schreckhafter Typ ist. Ich habe die Befürchtung durch wenig feinfühliges Verhalten der Bindung geschadet zu haben. Auch hat er seit dem 4-5 Monat Probleme in der Öffentlichkeit zu stillen. Er sucht kaum meine Nähe bei Müdigkeit oder Hunger und ist nie anhänglich, also dass er mir hinterher krabbelt weint oder an mein Bein hängt.


M. Hoehl

M. Hoehl

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Hallo Sunshine, es kingt vieles danach, dass Ihr Sohn ein "aufgewecktes" Kerlchen ist, der nichts verpassen möchte, und dem Schlafen wie Zeitverschwendung vorkommt. Eigentlich müsste er mit 10 Monaten noch 2x täglich schlafen, aber in seinen Augen gibt es sooo viel spannende Dinge auf der Welt (so wie er auch nach dem 4 Monat eine schwere Entscheidung hatte, zwischen Stillen und spannende Dinge beobachten. Damit überfordert sich allerdings auch manchmal selbst. Dann müssen Sie als Bezugsperson steuern, die Reize der Umgebung abschirmen, das Leben langweiliger machen. Beim Stillen haben Sie das gemacht, dass Sie vermieden haben in der Öffentlichkeit zu stillen und bei der Müdigkeit schirmen Sie ihn in der Trage auch von zu vielen Reizen ab. Das machen Sie vollkommen richtig. Eine Alternative zur Trage kann eine reizarme langweilige Umgebung sein. Wenn er dann eigentlich müde ist, aber nicht zum Schlafen kommt, nehmen Sie ihn einfach kurz auf den Arm oder bieten ihm ein Kuscheln an. Erzwingen können Sie nichts, aber vielleicht kommt er zur Ruhe. Möglicherweise steigt er auch schon früher als andere Kinder auf nur noch einen Tagschlaf um, der dann aber den Tag mittig teilen sollte. Es gibt immer mal wieder Situationen, in denen ein Entwicklungsschub sowohl die Kinder als auch die begleitenden Bezugspersonen verunsichert. Das zerstört jedoch nicht gleich die Bindung. Es ist doch ein gutes Zeichen, dass Ihr Kind sich so sicher fühlt, dass er gern erkundet. Er vertraut darauf, dass Sie ihm bei Problemen beistehen würden. Erfreuen Sie sich an Ihrem "aufgeweckten" Kind, Liebe Grüße, Mechthild Hoehl


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