Guten Tag Frau Holtschlag, Zuerst möchte ich Ihnen ein paar Informationen zum Verlauf geben. Mein Sohn ist 40+4 ohne Komplikationen geboren. Er ist mein erstes Kind. Bereits im Krankenhaus fiel uns auf, dass er wenig schläft dafür aber umso mehr schreit. Auch meine Brust schrie er von Tag eins an, sodass wir nach einer Woche zufüttern mussten. Zuerst mit Brusternährungsset und weil dies auch mehr schreien als trinken bedeutete, mittlerweile mit der Flasche. Auch Schlafen war ab der ersten Woche problematisch. Wir befanden uns in einem Teufelskreis, in dem er zu müde zum Essen war und daher nach wenigen schlucken einschlief, aber weiterhin zu hungrig, um tatsächlich tief und lange zu schlafen. Und zwischendrin untröstliches Schreien. Nach dem Wochenbett wurde ich mobiler und konnte mit ihm in der Tage spazieren gehen. So schlief er auch mal zwei Stunden am Stück und trank dann auch eine gute Portion. Das habe ich drei bis vier Mal am Tag wiederholt.  Das ging einige Wochen ganz gut, doch leider  sind nun beide meine Knie entzündet, sodass er tagsüber nun schlafen muss, ohne getragen zu werden.  Was mich zu unserem aktuellen Zustand bringt:  Mein Sohn ist jetzt 12 Wochen alt und es beginnt sich wieder wie die ersten Wochen einzuschleichen. Er wacht auf und ist schlecht gelaunt oder erregt. Hungerzeichen haben wir noch nie beobachtet. Im Allgemeinen ist er sehr Reizoffen. Bereits kurz nach dem Aufwachen reißt er die Augen auf, Strampelt, rudert mit den Armen, hechelt, niest viel auch ohne Lagerungswechsel. Wird schnell quengelig. Beim Trinken wird er dann immer angespannter. Überstreckt sich, strampelt, wendet den Kopf immer hin und her, sodass er abdockt und dann hecktisch die Flasche wieder sucht. Letztendlich mündet es im schreien. Dann muss ich immer einige Minuten warten bis er sich wieder beruhigt. Nach ca 20 Minuten zeigt er schon deutliche Müdigkeitszeichen. Die Mahlzeiten dauern aber häufig über eine Stunde, wobei er insgesamt so wenig trinkt, dass ich weiß, das er bald wieder Hunger haben wird. (Sein Gewicht stagnierte auch in der Vergangenheit. Ich habe auch schon versucht 4 Stunden Pause zulassen, sodass er richtig ausgehungert sein müsste, auch dann trinkt er wenig) Danach schreit er bis er einschläft. Es tut mir so leid für ihn, dass ihm das Trinken so stresst. Es bleibt so auch wenig Zeit für Endecken, Lächeln, Bauchlage,... Er hat auch noch nicht begonnen seine Hände anzuschauen oder ein den Mund zu nehmen. Meistens hat er noch Fäuste, sodass ich mir langsam Sorgen mache, dass die Regulationsstörung zur Entwicklunngsverzögerungen führt. :( Ich versuche alles um eine reizarme Umgebung (langsam-leise-langweilig) zu schaffen. Wenn er weint begleite ich ihn, wie ich es in der Schreibaby Ambulanz gelernt habe. Wenn er einschläft zuckt er viel und schreckt mehrmals auch wieder hoch. Dann beginne ich von vorne. So dauert das einschlafen häufig auch noch Mal bis zu einer Stunde. Wenn er dann schafft zu schlafen kommt er nach 10 Minuten REM auch in den leichten Tiefschlaf, doch von dort nicht tiefer, also erwacht nach so 20 min. Oder noch seltener schafft er 40 min zu schlafen und wacht dann auf. Ich versuche es mit shsh, Hand auflegen, klopfen, Schuckeln... keine Chance.  Nur in der Trage oder nachts gelingt es ihm die Schlafzyklen zu verbinden. Ich führe ein Protokoll nach Remo Lago und  komme derzeit auf 11-13 Stunden Schlaf und 3-6 Schreistunden.  Ich bin am Ende, denn ich hatte gehofft, dass es mit dem 12 Wochen Schub besser wird. Durch das häufige Erwachen, mache ich den ganzen Tag nichts anderes als stundenlange, anstrengende Einschlafbegleitung. :( Was kann ich tun, um das Trinken entspannter zu gestalten? Und wie kann ich ihm helfen, länger zu schlafen? Besonders diese immer wieder wach werden direkt nachdem er weniger Sekunden geschlafen hat, zermürbt mich.  Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen auf Fragen besorgter Eltern zu beantworten.