Frage im Expertenforum Babyschlaf an Dr. med. Daniela Dotzauer:

28 Monate wird einmal nachts wach

Frage: 28 Monate wird einmal nachts wach

Karo295

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Hallo Frau Dr. Dotzauer, unser Sohn ist 28 Monate alt. Seitdem er 2 Jahre alt ist, macht er keinen Mittagsschlaf mehr. Und seitdem haben wir das Gefühl, dass er schlechter schläft. Er wird immer einmal in der Nacht so zwischen 23 und 24 Uhr wach. Er schläft in seinem eigenen Bett. Wir versuchen schon, uns nicht mehr zum Einschlafen neben ihm zu legen. Oft geht er so gegen 20 Uhr ins Bett.  Letzte Nacht habe ich mich auch nicht mehr zu ihm gelegt und er ist dann wieder von selbst eingeschlafen. Woran kann es liegen, dass er immer einmal aufwacht? Was können wir verbessern? Oder anders machen? Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.


Dr. Dotzauer

Dr. Dotzauer

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Guten Abend, das nächliche Erwachen ist etwas ganz Normales. Alle Menschen tun das, aber die Menschen, die eine Idee vom Weiterschlafen haben, erwachen nicht vollständig, sondern drehen sich um und halten den Schlaf aufrecht, oder schlafen sofort weiter- Um selbstständig beim nächtlichen Erwachen wieder einschlafen zu können, braucht ihr Sohn eigenregulative Strategien und zusätzlich darf er nichts erwarten oder sich wünschen, was mit ihrem Zutun verknüpft ist. Sie sprechen davon, dass Sie versuchen sich nicht mehr zum Einschlafen dazu zulegen. Das scheint noch keine Normalität geworden zu sein, d.h. ihr Kind erwartet oder wünscht sich von Ihnen genau das, was Sie lange Zeit praktiziert haben. (Aufmerksamkeit, Anwesenheit,etc..) Wenn er beispielsweise mit Ihnen einschläft, erwartet er in der Nacht, beim Erwachen im Schlafphasenwechsel auch ihre Unterstützung. Hat er ein Kuscheltier oder einen Schnuller und ein klares Weiterschlafkonzept, braucht er ihre Unterstützung nicht. Eine reine verbale soziale Rückversicherung: "schschsch, alles ist gut, dreh dich um und nimm deine Kuschel/Schnuller und schlaf weiter" würde dann reichen. Im weiteren Verlauf benötigt er dann gar nichts mehr, er weiß dann wie er es selber schafft. Also ich würde ein Kuscheltier mit emotionaler Bedeutung aufladen und zwar tagsüber in Tröste- und Beruhigungssituationen und in der Einschlafsituation ihm das Gefühl geben, dass er das selbstständig kann und von ihnenn nichts erwarten braucht. Nach einem schönen Abend- und Einschlafritual, braucht es eine Markierung der Beendigung, nämlich das Gute-Nacht-Sagen, Sie nehmen sich raus aus dem Einschlafprozess und  schenken diesem Prozess keine Aufmerksamkeit mehr. Schritttweise kann er lernen, durch Ihrerseits wegschauen, wegdrehen, wegrücken auch das Weggehen wird dann zur Normalität und wenn ihr Sohn nichts mehr erwartet und er weiß was er tun soll beim Aufwachen, dann kann er immer besser alleine nachts zurechtkommen. Er wacht weiterhin auf, aber er kann zügig weiterschlafen. Alles Gute dabei Daniela Dotzauer


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