Finiel
Sehr geehrte Frau Dotzauer, wir haben unserer 1-jährigen Tochter das Dauernuckeln in der Nacht und das Einschlafstillen abgewöhnt. Es ging anfangs relativ gut, wir sind auch sanft und schrittweise vorgegangen, doch seit einem Wespenstich am Abend lässt sie sich nur noch ganz schwer in den Schlaf begleiten. Ob es am Stich liegt, wissen wir natürlich nicht, denn die Nacht direkt im Anschluss war super, aber bei den nächsten Abenden gab es beim Zubettgehen entweder panisches Geschrei (bis zu 45 Minuten lang) oder ein Kind, das im dunklen Zimmer 1 1/2 Std. im Bett tobt, bis es dann endlich einschläft. Nach wie vor klappt das Einschlafstillen, aber da hat sie dann nachts wieder vermehrt die Brust gesucht und hat dann da wieder heftig geschrien (nicht geweint), wenn sie sie nicht bekam. Daher haben wir das schnell wieder weggelassen und damit auch wieder mehr Ruhe erhalten. Wir haben festgestellt, dass das panische Geschrei oft auftrat, wenn sie ihr zweites Schläfchen am Tag weggelassen hatte. Das erste war in der Regel von 11-12 Uhr, das zweite von 15-16 Uhr beim Spaziergang. Doch dann waren wir teilweise 2 Std. mit ihr spazieren, sie hat ständig gegähnt, aber ist einfach nicht eingeschlafen. Nicht einmal in der Trage. Früher war das eine sichere Bank, sie ist immer beim Spaziergang eingeschlafen. Wenn sie ihr zweites Schläfchen macht, ist der Abend entspannt, aber langwierig. Vermutlich ist sie abends dann nicht müde genug und tobt noch lange im Bett. Wenn man sie versucht, in den Arm zu nehmen, zu tragen oder irgendwie ihre Bewegung einschränkt, fängt sie zu weinen an, was sich in richtiges Schreien wie in den ersten Lebensmonaten reinsteigert. Daher lassen wir sie momentan ihr Ding machen, denn so schläft sie immerhin glücklich ein. Andere Begleitmethoden, wie singen, streicheln, sich selbst schlafend stellen, bringen nichts, da tobt sie einfach über uns rüber. Unsere Fragen sind: 1. Kann es am Wespenstich liegen, dass sie plötzlich das Schlafen vermeidet, obwohl sie müde ist? Wenn ja, was kann man machen, damit sie das besser verarbeitet? 2. Gibt es irgendwelche Tipps, um sie besser in den Schlaf zu begleiten, so dass sie weniger tobt, aber man eben auch nicht wieder Geschrei hat? Weinen/Protest wäre ok, sie darf das ja doof finden, nur das Schreien ist für uns und die Kleine belastend, sie schläft nach danach auch den Rest der Nacht sehr unruhig. 3. Ab wann ist es sinnvoll, auf einen Tagschlaf umzustellen? Und wie lange sollten die Wachphasen dann ungefähr sein? Vielen Dank im Voraus! Liebe Grüße Elisa
Guten Abend Elisa, @1 es hat mehr mit dem Alter (eigener Wille) zu tun und dass sie rausgefunden hat ( in Verbindung mit dem Wespenstich) dass die Schlafvermeidung lukrativer ist und ihr mehr elterliche Prädsenz beschert, als das zügiuge Einschlafen. Sie muss nicht den Wespenstich verarbeiten, sondern die Schlafvermeidung muss unlukrativer werden. => 1 Tagschlaf => mehr Schlafdruck =müder und bessere Schlafbereitschaft zB Bilderbuch gucken (im Schlafzimmer) und anschließebnde Schlafhinführung im Dunkeln mit singen und wiegen und dann verabschieden und schnarchen (fake-Schlaf) @2 Instrumentelles Schreien ist ok und typisch für dieses Alter. Trick: sie mus sich ins Bett wünschen (1 Tagschlaf), sie mit dem Bilderbuch und dem Singen vom Einschlafen abhalten, sodass sie sich intrinsisch ins Bett wünscht. Unruhige Nacht weil sie nicht wirklich mithilft, sie ist im Schlafberweigerungsmodus. @3 1 Tagschlaf kann ab sofort passieren. Ihre Schilderungem zeigen deutich dass sie dazu bereit ist. Wachzeiten vormittags: 5 Std zb von 7.00-12.00 und nachmittags 5,5-6 Std. von 14.00 bis 19.30/20.00. Falls sie mal sehr früh aufwacht, dann schläft sie halt noch 2 mal mit einem 20 mimn -Powernap am Nachmittag Herzliche Grüße Daniela Dotzauer
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