Frage im Expertenforum Babyschlaf an Dr. med. Daniela Dotzauer:

Wann soll ich sie wecken?

Frage: Wann soll ich sie wecken?

Vega2409

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Hallo ihr Lieben,  ich brauche einen Rat.  Ich weiß nicht, ob ich mein Kind (14 Monate) wecken soll, wenn es evtl. zu lange schläft. Gibt's denn ein ,zu lange'? Ich sorge mich dann immer um den Schlafdruck nachts.  das sind so ihre Zeiten: sie geht um ca 20 Uhr in s Bett. Manchmal auch erst 20:30 Uhr. Sie kommt nachts einmal für eine Flasche und schläft meist direkt weiter. Dann schau ich auf die Uhr und sehe, es ist schon 8 Uhr morgens. Dann immer die Frage.. soll ich sie wecken? Ich wecke sie dann meist, da ich mir sonst denk, nächste Nacht schläft sie nicht so gut bzw. auch vllt nur bis 5 Uhr.  Vergangene Nacht hatten wir nämlich mal von 0:30 uhr bis 4 Uhr beste Laune. Mittags schläft sie nämlich auch meistens ihre 3 Stunden. Ab 12:30 Uhr bis 15:30 Uhr.  Auch hier. Soll ich sie früher wecken?  Ich weiß, viele Eltern denken sich: oh man, das ist doch schön und für mich ist das auch jetzt kein 'Problem' in diesem Sinne, aber jeden Tag hadere ich mit: Soll ich sie wecken oder braucht sie den Schlaf? um einen Tipp wäre ich sehr dankbar. vielen lieben Dank 


Dr. Dotzauer

Dr. Dotzauer

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Guten Morgen, Der individuelle Schlafbedarf kann extrem unterschiedlich ausfallen. Es gibt Viel-und Wenigschläfer. Ob ein Kind ausreichend schläft merkt man an der Tagesbefindlichkeit, wenn es gut über den Tag kommt und sich dabei gut entwickelt passt alles. Ob ein Kind tagsüber zu viel schläft merkt man am Nachtschlaf. Bestehen regelmäßige nächtliche Wachphasen, holt das Kind den fehlenden Nachtschlaf am Tage nach und dieses Schlafverhalten kann sich unter Umständen zementieren. Also Sie haben jetzt von einer nächtlichen Wachzeit gesprochen, sollte das öfters vorkommen, würde ich schon genauer hinschauen. Meine Empfehlungen: 1. Abendroutinen helfen 2. Einschlafroutinen etablieren ohne Flasche (Flasche im Vorfeld ZB auf der Couch/Wickelablage)) dann im abgedunkelten Schlafzimmer Bilderbuch und Herzenszeit, Verabschiedung und passive Begleitung (selber schnarchen) oder rausgehen 3. Kuscheltier tagsüber emotionalisieren 4. Nachtflasche abgewöhnen (verdünnen,reduzieren, nach hinten schieben,abgewöhnen)) 5. Schlafenszeiten: Einigermaßen regelmäßige Bettgehzeiten 20.00 Uhr passt, wenn sie bis 8.00 Uhr schläft ok ich würde dann den Tag beginnen, also auch sanft wecken, insbesondere wenn sie nachts wach war.  Bei einer nächtlichen Wachphase nicht den fehlenen Nachtschlaf nachschlafen lassen, sondern zur gewohnten Zeit aufstehen. Wer das Ausschlafen da zulässt, riskiert nächliche Wachphasen. Als Mittagsschlaf würden auch 2,5 Std reichen. Aber wenn sie allerdings mit regelmäßig 3 Tagschlafstunden und 12 Nachtschlafstunden keine nächtlichen Wachphasen hat, passt es auch und du musst sie nicht wecken. Da es eben eine große individuelle Bandbreite gibt. Bei regelmäßigen nächtlichen Wachphasen: morgens und mittags wecken und nachts möglichst wenig interagieren. Oft sind es die elterlichen Wiedereinschlafbestrebungen, die das Kind zusätzlich wachhalten. Alles Gute herzliche Grüße  Daniela Dotzauer


Vega2409

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Hallo Frau Dotzauer, vielen vielen Dank für ihre ausführliche Antwort.  Sie haben mir damit schon sehr geholfen. Liebe Grüße  Verena 


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