Liebe Frau Dr. Dotzauer, meine Tochter ist knapp 10 Monate alt und schon immer ein sehr aktives und bewegungsfreudiges Kind. Gerade das Einschlafen gestaltet sich bei uns deshalb häufig sehr schwierig und langwierig, obwohl sie eigentlich schon sehr müde ist. Ich habe es mit früherer Abendroutine versucht, mit einer späteren, auf die Müdigkeitsanzeichen geschaut aber es scheint einfach nichts zu helfen. Ich habe bei Ihnen den Tipp mit den Sortierkörbchen als ruhige Beschäftigung zum Runterkommen gelesen und würde das gerne in unsere Abendroutine integrieren. Auf dem Schoß funktioniert das bei meiner Tochter allerdings überhaupt nicht, da sie dort nicht ruhig sitzen bleibt, sondern direkt anfängt, auf mir oder neben mir herumzuturnen und zu klettern. Sie sitzt mir einfach nur da und beschäftigt sich dann mit etwas. Alles immer in Bewegung oder im stehen. Wenn ich ihr das Körbchen stattdessen im Raum auf dem Boden anbiete, beschäftigt sie sich zwar damit, krabbelt aber gleichzeitig immer wieder herum und ist weiterhin sehr aktiv. Ich habe dadurch das Gefühl, dass sie nur schwer von dieser körperlichen Aktivität in einen ruhigeren Zustand kommt, in dem sie ihre Müdigkeit überhaupt richtig wahrnehmen und schließlich einschlafen kann. Ähnlich ist es anschließend beim Einschlafen: Wenn ich direkt bei ihr bin, turnt und klettert sie auf mir herum, was ich nicht möchte, da es mir zu viel ist, da sie ganz gerne an den Haaren zieht oder sehr grobmotorisch ins Gesicht fasst. Sitze ich dagegen außerhalb ihres Bettes und begleite sie von dort, weint sie sehr viel, was ich auch nicht möchte.  Ein Kuscheltier oder Ähnliches, das ihr beim Beruhigen hilft, hat sie nicht, da bis jetzt nichts davon geholfen hat. Auch einen Schnuller wurde nie akzeptiert. Einschlafstillen / Flasche wollte sie auch noch nie.  Haben Sie einen Rat, wie man bei einem so bewegungsfreudigen Baby das „Runterkommen“ vor dem Schlafen gestalten kann, damit das Einschlafen nicht so eine tägliche Herausforderung wird. Viele liebe Grüße Tanja