Julia M.
Hallo Frau Dr. Dotzauer, Mein Sohn ist jetzt 15 Monate alt und wir sind etwas ratlos was das Thema Schlaf bei ihm angeht. Das Einschlafen funktioniert sowohl tagsüber als auch nachts problemlos im liegen neben uns. Wir schauen kurz ein Buch an, dann kuschelt er sich an uns und wir streicheln ihn etwas und nach ca. 15 Minuten schläft er. Seit er 12 Monate alt ist wechseln wir mehrmals die Woche zwischen einem und zwei Tagschläfchen. Er schafft es oft nur 35-45 Minuten zu schlafen und ist danach hellwach, egal was wir machen. Die letzten Tage haben wir ihn ungefähr 4,5h nach dem aufstehen hingelegt. Wir sind uns aber nicht sicher ob er zu müde ist oder noch zu wach. Leider ist er dann so schnell wieder wach, dass wir ihn entweder nachmittags nochmal kurz hinlegen müssen (was abends für uns zu spät wird mit dem Nachtschlaf) oder er schon um 18 Uhr ins Bett geht. Abends funktioniert das Einschlafen auch problemlos und nachts schläft er oft 7-8 Stunden am Stück bis er aufwacht. Allerdings braucht mein Sohn nachts die Brust um weiterzuschlafen und auch hier hilft es nicht, ihn wie beim Einschlafen nur zu streicheln, oder zu kuscheln, weil er sich richtig wütend einschreit. In der zweiten Nachthälfte wird er meistens noch drei mal wach und schläft unruhig, sodass die Nacht oft um 6 Uhr vorbei ist. Haben Sie Tipps für uns wie wir es schaffen, dass unser Sohn mittags ein langes Schläfchen macht und nachts auch ohne Brust weiterschlafen kann? Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen. Viele Grüße Julia Müller
Liebe Frau Müller, 1. Ich würde ihn in diesem Alter unbedingt auf einen Tagschlaf umstellen. Das steht sowieso an und ist im Übergang manchmal etwas mühsam, aber das ist völlig normal. Also ein unterhaltsames Vormittagsprogram, mit entsprechendem Kalorienangebot erleichtert das Durchhalten bis zum Mittagsschlaf. Wenn er zu müde für das Mittagsessen ist, bekommt er einen Joghurt vor dem Schlafen und isst das Mittagessen nach dem Schlaf. 2. Beim Zwischenerwachen nach 45 min unbedingt vor Ort sein und zum Weiterschlafen helfen! 3. Wenn es gar nicht klappt mit dem Weiterschlafen mittags kann nofalls ein Powernap von 20 minuten am Nachmittag den Abend retten. 4. Das selbstständigere Einschlafen lernt er nur, wenn Sie ihre Unterstützung beim direkten Einschlafen zurücknehmen und durch schrittweises Wegdrehen und Fakeschlaf, ihrem Kind die Möglichkeit geben eigenregulative Strategien zu entdecken. 5. Notwendig dazu wäre ein Kuscheltier, welches mit emotionaler Bedeutung aufzuladen ist. Das passiert tagsüber in Tröste und Beruhigungssituationen. Das ist leider mühsam, da er das lebendige Kuscheltier Mama bevorzugt. 6. Nachts sich nicht das Stillen zu wünschen, lernt er nur durch schrrittweise andere Beruhigungsstrategien, ein gestuftes Beruhigen, Ablenken... Ich nennne es "Weiterschlafsprache" schschsch, bitte wenden (Lageverändeung), Popo klopfen, schuckeln, anders beruhigen.hochnehmen ,abklenken, ins Bad gehen und Händewaschen... etc. 7. Am besten gelingt es, wenn die Väter mithelfen und sich die Last des Schlafmangels auf mehrere Schultern verteilt. Alles Gute Daniela Dotzauer
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