Sandra315
Guten Tag Fr. Höhl, ich muss mir nun mal Rat holen , da ich gerade nicht genau weiß wie ich mich richtig verhalten soll. Unsere Kleine ( 16 Monate ) hat seit ca. 3 Monaten fast tägliche , nächtliche Schreiattacken. Sie wacht in ihrem Gitterbettchen auf und schlägt , schreit , wütet wie wild rum. Wenn man sie aus dem Bett rausnimmt wird sie noch wütender , lässt sich nicht trösten und schlägt um sich. Das einzige was fast immer hilft ist eine verdünnte Milchflasche. Ohne diese hört sie nicht auf zu schreien. Sie ist normalerweise immer ohne Flasche in ihrem Bett eingeschlafen , aber seit 2 Wochen fordert sie auch diese abendliche Flasche wieder ein. Ich möchte das eigentlich nicht , aber gebe dann meistens doch nach. Was wäre denn ihrer Meinung nach das richtige Verhalten bzgl Milchflasche und soll ich sie nachts überhaupt aus ihrem Bett rausnehmen oder mich neben sie setzen bis sie aufhört zu weinen ? Vielen Dank und Liebe Grüße
Hallo Sandra, im Alter Ihres Kindes gibt es für das beschriebene Verhalten unterschiedliche Gründe. Es könnte zum Einen der zwar harmlose, aber doch schwer zu ertragene "Nachtschreck" sein. Das Kind schreit, ist aber zunächst noch nicht ganz wach dabei. Erst nach längerem Versuch wird es wach und zugänglich. Der Nachtschreck ist wenig zu beeinflussen, ein geregelter Tagesablauf kann helfen, damit es besser wird. Irgendwann verschwindet das Phänomen so mysteriös, wie es gekommen ist. Es kann aber auch ein ZEichen von Reizüberflutung sein, vor allem wenn sich im Leben etwas geändert hat, z.B. Kitaeintritt. Achten Sie darauf, dass der Mittagsschlaf den Tag mittig teilt und Sie am Abend ausreichend Zeit für den "Sinkflug" einplanen, wo Sie nach dem Abendessen, zunächst eine liebevolle Körperpflege, dann ein ruhiges Spiel machen und am Ende nur noch Langeweile verbreiten. Manchmal haben Kinder auch andere Probleme wie Schmerzen (Zahnen, Harnwegsinfektionen, Sodbrennen, HNO-Probleme), was ggf. ärztlich abgeklärt werden sollte. Bei den Wetterextremen der letzten Wochen ist in manchen Familien schlaftechnisch etwas durcheinander geraten. Da das beobachtete Phänomen erst seit 2 Wochen dazu führt, dass Ihr Kind nächtliche Milch einfordert, würde ich hier wie folgt vorgehen. Milch gibt es auch in der Nacht nur noch aus einem Becher. Aus der Flasche bieten Sie Wasser an, dann können Sie schnell unterscheiden, ob es um das Nuckeln, Durst oder tatsächlich Hunger/Milchbedarf geht. Liebe Grüße, Mechthidl Hoehl
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