Frage: Schlafverhalten Baby 2 Monate

Lauramu

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Hallo! Mein kleiner Mann (2 Monate) schläft tagsüber nur im Tragetuch ein, auch das Einschlafen ist oftmals ein kleiner Kampf und er strampelt im Tuch bis er zur Ruhe findet - obwohl ich auf seine Müdigkeitszeichen achte (braucht dann auch meist einen Rauschton oder Staubsaugergeräusch). Er lässt sich ansonsten nicht ablegen und auch beim Stillen tagsüber schläft er so nicht mehr ein. Auch wenn ich ihn so trage und versuche das er einschläft funktioniert dies nicht - wirklich nur eng an mich mit Tragetuch und ständigen Gehen. In der Nacht bzw am Abend ist dasselbe. Er benötigt ewig bis er eingeschlafen ist und lässt sich auch dann nicht ablegen und nur neben mich in unser Bett gleiten (wenn alles gut geht und er wirklich tiefer schläft). Zurzeit schläft er sehr unruhig und zappelt in der Nacht (Pucken mag er gar nicht). Stillen gefühlt alle Stunden bzw. dass er an die Brust will (er dockt dann auch immer wieder heftig an und ab). Schnuller nimmt er nicht. Was kann ich noch tun um diese Schlafsituationen zu verbessern? (ich bin aufgrund Müdigkeit und Tragen tagsüber schon sehr am Limit). Danke! 


M. Holtschlag

M. Holtschlag

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Liebe Lauramu, auch der Kleine freut sich, wenn er besser schlafen kann und mehr Ruhe hat. Ich denke, dass Sie mit dem Schlafen legen etwas zu spät anfangen und dass die Interaktion in den Wachphasen insgesamt noch langsamer und pausenreicher stattfinden sollte. Bitte achten Sie dafür auch auf seine Signale, wie niessen, hüsteln, Schluck auf und eine schnelle Atmung. Das Ablegen klappt erst, wenn ein Kind wirklich in die Entspannung gekommen ist, das kann es aber manchmal auch nur, wenn es davor noch etwas mitteilen kann und auch mal etwas sagen kann. Das Zappeln ist eine unkoordinierte Handlung, die der Kleine nicht bewusst gestaltet, auch hier braucht er noch den Halt von außen. Wie ich die Kinder begleite und auch ablege, habe ich auf meiner Website unter Schlafberatungen beschrieben. Nehmen Sie sich Zeit dafür und warten Sie mit dem nächsten Schritt immer ein wenig länger, als Sie das ursprünglich vorhatten. Von Rauschtönen, Staubsaugergeräuschen, ständigem Gehen und Wippen sowie Dauerstillen halte ich wenig. Alles sind Konditionen, die sich auf Dauer ungünstig auswirken und Abhängigkeiten erzeugen, die man nicht wirklich im Leben braucht. Ich singe stattdessen, sage leise Sch-Sch und wiege die Kinder sanft und mit Pausen. Weniger ist hier definitiv mehr. Der Kleine ist noch so jung, dass es noch einfach ist, die Weichen für ein gesundes und erholsames Schlafverhalten zu stellen, welches allen Familienmitgliedern zu Gute kommen wird. Gerne zeige ich auch Online, wie ich die Kinder tröste, begleite und ablege. Ich wünsche Ihnen viel Freude mit dem Kleinen und verbleibe mit herzlichen Grüßen, Margit Holtschlag


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