Frage im Expertenforum Babyschlaf an Dr. med. Daniela Dotzauer:

Schlafentwicklung 8 Monate

Frage: Schlafentwicklung 8 Monate

Rainbow12345

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Liebe Frau Dr. med. Dotzauer, unser Sohn wird in einer Woche 9 Monate alt. Seit der 4-Monats-Schlafregression hat er tagsüber über mehrere Monate fast ausschließlich in der Trage geschlafen. Beim Ablegen wurde und wird er meist sofort wieder wach. Zeitweise hat die Federwiege funktioniert, allerdings haben wir diese irgendwann weggelassen. Zum einen hatte ich häufig gelesen, dass eine Federwiege gerade für sehr reizoffene Babys nicht unbedingt ideal sein soll, zum anderen hat er dort ohnehin nie länger als einen Schlafzyklus geschlafen. In den ersten Lebensmonaten hatte unser Sohn deutliche Regulationsschwierigkeiten. Das starke Schreien ist inzwischen in Quengeln, Meckern oder Weinen übergegangen. Insgesamt wirkt es auf uns häufig so, als wäre er frustriert darüber, dass er mehr möchte oder kann, als ihm aktuell möglich ist. Jedoch wird es mit den zunehmenden Fähigkeiten immer besser. Dadurch fällt es uns aber auch schwer, seine Müdigkeitsanzeichen zuverlässig zu erkennen. Deshalb orientieren wir uns seit Monaten überwiegend an den Wachzeiten. Gleichzeitig achten wir darauf, den Tag insgesamt nicht zu voll zu gestalten und Reize möglichst gut zu dosieren. Seit etwa sechs Wochen schläft er tagsüber entweder im Elternbett (im abgedunkelten Schlafzimmer) oder in der Trage. Beim Papa funktioniert das Einschlafen bisher ausschließlich in der Trage. Im Elternbett stille ich ihn meist in den Schlaf. Seltener schläft er beim Wiegen ein, allerdings kann ich ihn danach nicht ablegen, sodass er dann auf meinem Bauch weiterschläft. Unser Einschlafritual am Tag ist realitiv kurz gehalten: Gemeinsam das Rollo herunterlassen, die Spieluhr aufziehen, ein Lied singen, stillen und – ggf. – tragen. Wenn er beim Stillen einschläft, versuche ich manchmal, mich nach dem Einschlafen aus dem Zimmer zu schleichen. Allerdings schafft er es dann nur sehr, sehr selten, einen weiteren Schlafzyklus anzuschließen. Selbst wenn ich schnell bei ihm bin und versuche, ihm beim Weiterschlafen zu helfen, gelingt das meist nicht mehr. Deshalb bleibe ich häufig während des gesamten Schläfchens bei ihm liegen. Seine Tagschläfchen sehen aktuell meistens so aus: Erstes Schläfchen: 30–90 Minuten Zweites Schläfchen: 30–90 Minuten Zu etwa 95 % ist eines der beiden Schläfchen länger – mal das erste, mal das zweite, manchmal aber auch beide. Ich versuche grundsätzlich, beide Schläfchen zu verlängern. Ist das sinnvoll oder würden Sie empfehlen, sich nur auf ein Schläfchen zu konzentrieren? Das Verlängern gelingt nur mit Stillen, selbst wenn er ursprünglich beim Wiegen eingeschlafen ist. Unsere Wachzeiten liegen derzeit ungefähr bei 2,75 / 3,25 / 3,5 - 3,75 (seltener 4) Stunden.  Mit etwa neun Monaten würden wir diese gerne auf etwa 3 / 3,5 / 4 Stunden umstellen. Wenn unser Sohn morgens sehr früh wach wird (zum Beispiel gegen 5:30 Uhr – aktuell befinden wir uns vermutlich mitten in der 8-Monats-Schlafregression), bauen wir gelegentlich einen kurzen Powernap ein, damit der Tag nicht zu früh endet. Der Nachtschlaf ist seit Januar von häufigem Aufwachen geprägt, alle 30 Minuten bis maximal drei Stunden. Seit Beginn der 8-Monats-Schlafregression wird er meist wieder mindestens stündlich wach. Außerdem wacht er seit Februar häufig bereits 30 bis 60 Minuten nach dem Einschlafen auf, sodass ich abends inzwischen gar nicht mehr aufstehe. Er schläft im Familienbett. Ein Beistellbett haben wir immer wieder ausprobiert, allerdings ist er dort meist sogar noch häufiger aufgewacht und es hat auch nur selten funktioniert. Deshalb haben wir uns schließlich für ein Familienbett entschieden. Mein Mann schläft aufgrund seines Schichtdienstes allerdings oft  auf der Couch. Beim nächtlichen Wiedereinschlafen klappt es inzwischen nur noch durch Stillen. Als die 4-Monats-Schlafregression begann, habe ich etwa zwei Monate lang versucht, nur jedes zweite Aufwachen mit Stillen zu begleiten. Irgendwann reagierte unser Sohn darauf jedoch mit regelrechtem Wutschreien, sodass ich schließlich den für uns einfacheren Weg gewählt habe und wieder bei jedem Aufwachen gestillt habe. Einen Schnuller akzeptiert er leider nicht. Da ich unseren Sohn etwa mit einem Jahr abstillen möchte, unter anderem, weil wir uns ein Geschwisterkind wünschen, habe ich das Gefühl, dass jetzt ein guter Zeitpunkt sein könnte, erste Veränderungen behutsam anzugehen. Unsere Fragen sind: - Wie können wir unseren Sohn dabei unterstützen, tagsüber Schlafzyklen zu verbinden und sich sicher genug zu fühlen, auch einmal alleine weiterzuschlafen? - Wie kann der Papa ihn besser beim Einschlafen begleiten und ihn langsam an das Einschlafen im Bett gewöhnen?  - Wie können wir nachts das häufige Stillen beziehungsweise Nuckeln schrittweise reduzieren? Wie kann unser Sohn lernen, Schlafzyklen auch ohne Stillen miteinander zu verbinden? - Würden Sie empfehlen, beide Tagschläfchen grundsätzlich im Bett anzubieten, oder ist es in Ordnung, wenn eines davon weiterhin in der Trage stattfindet (der Kinderwagen funktioniert leider nicht, da draußen alles zu spannend ist)? Falls die Trage weiterhin in Ordnung ist: Bis zu welchem Alter würden Sie spätestens versuchen, alle Tagschläfchen ins Bett zu verlagern? - Haben Sie eine Empfehlung, wie wir einen verlässlichen Tagesrhythmus etablieren können? Würden Sie eher feste Schlafens- und Schläfchenzeiten empfehlen oder den Tagesablauf weiterhin an den Wachzeiten orientieren, insbesondere, da die morgendliche Aufstehzeit bei unserem Sohn derzeit noch variiert? Hierzu muss ich anmerken,  dass wir nie vor halb 7 aufstehen, auch wenn die Nacht bereits um halb 6 beendet ist. Vielen lieben Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, unsere Fragen zu lesen. Ich freue mich sehr auf Ihre Einschätzung. Liebe Grüße


Dr. Dotzauer

Dr. Dotzauer

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Hallo @1 erstmal sollte er lernen dass Einschlafen auch zunehmend selbstständiger gehen kann. Es ist ungünstig die Einschlafroutine so kurz zu halten.  Ich empfehle das Einschlafen vom Trinken zu trennen und eine ausführliche Abendroutine zu pflegen zB mit dem Sortierkörbchen ( interessante Gegenstände gucken), im Nachgang Runterkuscheln und ins Bett legen. wenn das Einschlafen besser wird kann er auch nachts lernen die Schlafphasen zu verbinden. Das geht nicht automatisch, sondern muss mit Weiterschlafsprache mühsam gelehrt werden. Dreh dich um, nimm den Schnuller/ Kuscheltier, schuckeln, Popo klopfen... @2 einmal mit Einschlafroutine und 1x anders ist ok @3 er kann auch lernen den Kinderwagen zu akzeptieren. Das würde ich ab sofort üben @4 ab 1 Tagschlaf würde ich ca mit 12 Monaten den Schlaf im Bett machen @5 ich würde eine Mischung versuchen allerdings nicht um 5.30 Uhr aufstehen und kein Powernap anbieten, das zementiert das Frühaufstehen. Ich würde ihn ziehen 3 Wachstunden und diese erst ab dem Aufstehen berechnen und weiterhin nicht vor 6.30 Uhr aufstehen. Dann das erste Schläfchen am besten so spät wie möglich zB 9.30 Uhr. alles Gute Daniela Dotzauer


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