Co.Co
Hallo liebes Team, vorab möchte ich betonen, dass mir das Thema "durchschlafen" persönlich schon immer leidig ist. Ich verspüre einen enormen gesellschaftlichen Druck (vor allem weil wir in Frankreich wohnen und hier ein ganz anderer Blick auf Babyschlaf vorherrscht) - gleichzeitig versuche ich möglichst mit der Natur zu gehen (Stillen nach Bedarf, kein schlaftraining oder Weinen lassen, Gewohnheiten ohne Druck ändern,...). jetzt kommt allerdings mein aber : mein Kind ist jetzt 16 Monate alt. Ich habe es inzwischen geschafft, das Stillen vom einschlafen zu entkoppeln, es gab auch 1-2 erfolgreiche Übergänge mit dem Schnuller und Kuscheln bei nächtlichen Aufwachern. Aber seit August ist es wirklich Horror. Es war bis zu 8 Mal in der Nacht mit Stillen. Inzwischen darf der Papa sie nicht mehr ins Bett bringen egal ob mittags oder abends ohne, dass sie nach mir schreit. Ich war total stolz dass der Papa sie immer ins Bett bringen konnte.. auch wenn der erste Aufwacher gegen 22 Uhr bei meiner Abwesenheit schon immer damit endet, dass Vater und Baby auf meine Rückkehr warten. Ich hatte eigentlich die Hoffnung, dass sich das alles nach dem 1. Geburtstag bessert aber es verschlimmert sich eigentlich. Ich habe kaum freie Zeit, fühle mich extrem belastet und vor allem leider auch "bestraft" dass ich sie noch stille. Seit Geburt an habe ich eine Hass-Liebe mit dem Stillen weil mein Baby einfach so extrem viel die Brust fordert. Sie isst auch sonst recht gut, Hunger ist es glaube ich nicht. Aber jeder Versuch des Abstillens scheitert. Ich habe mich genug mit der Perspektive aus der Stillberatung befasst und möchte jetzt die Perspektive aus der Schlafberatung verstehen. Sie hat extrem lange sowohl mittags auch als Abends benötigt, dass jemand bei ihr im Bett ist bzw sie auf einem liegt, damit sie überhaupt mal länger am Stück schläft. Die ersten Stunden von 19 bis 22 Uhr sind relativ gut aber sobald wir auch ins Bett gehen klebt sie an mir und ich komme an mein Limit. Ich möchte im November eigentlich zum ersten Mal ein paar Tage ohne Baby weg, sehe es aber nicht kommen. Liegt es an dem extremen Verlangen zu Stillen? Dem Familienbett? Waren wir nicht streng genug unter 1 Jahr? Sollten wir dann jetzt einfach die härtere Version der Abgewöhnung machen? Was sollten wir von einem Kind in dem Alter erwarten können bzgl des Schlafens? Unser französischer Kinderarzt sagt, ich solle einfach abstillen - ist aber nicht einfach. Und unsere Kita meint, es sei nicht normal wenn ein Kind über 1 nicht lange in der Nacht schläft. Von so Aussagen halte ich eigentlich nichts aber ich brauche eine Perspektive, eine Veränderung oder einen neuen Blickwinkel. Irgendwas, das meinen Frust und meine aufsteigende Wut reduziert.. Danke fürs Lesen!
Co.Co
Und noch zur Ergänzung - auch wenn mein Baby ohne Brust einschläft lehnt es Kuscheltiere ab und braucht es, dass sie in meinem Bauchnabel rumgrabbelt. Das Einschlafen dauert oft länger als mit Einschlafstillen und daher fühle ich mich auch so "bestraft" weil ich zwischen dem Einen oder dem Anderen Druck wählen darf..
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