Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Zu kalt - zu warm ?

Katrin Simon

 Katrin Simon
Kinderkrankenschwester, Pflege- und Heilpädagogin

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Frage: Zu kalt - zu warm ?

Mitglied inaktiv

Hallo Katrin, warmer trockener Nacken, aber eiskalte Hände und Füße - bedeutet das, dass Baby friert? Ich dachte immer der Nacken ist ausschlaggebend und habe nichts unternommen (auch weil es hieß „lieber zu kühl als Überhitzung). Aber jetzt im Sommer waren endlich auch Hände und Füße warm und seitdem gibt es keine Verdauungsprobleme und kein Schreien mehr. Im Nachhinein fürchte ich mein Baby hat die ersten 3 Monate gefroren?! :-( Was sagt der Kopf aus. Warmer Kopf = dem Baby ist warm oder es verliert Wärme über den Kopf? (Ich meine die Kombination warmer Kopf, Kalte Hände und Füße) Und was bedeutet ein kühler Kopf mit warmen Händen (kein schwitzen)? Danke für deine Antwort!


Katrin Simon

Katrin Simon

Liebe Gast Mamameike hat DIr schon eine großartige und sehr gut zusammengefasste Antwort gegeben. Du kannst Dich auf diese Aussagen beziehen. Grundsätzlich sorgt die Energieversorgung und damit u.a. auch die Temperaturregelung eines Säuglings immer dafür, dass das Gehirn und sämtliche Organe gut versorgt sind. Daher fühlen sich die Händchen und Füße oftmals kühl an. Du berichtest, dass sich Bauchweh und Schreien mit mehr Wärme aufgelöst haben. Hier bleibt die Therorie, dass sich u.U. parallel ( 3.LM) auch die Reife der Organe vollzogen hat und damit gleichzeitig auch die Beschwerden weggehen durften. ABER: es kann sehrwohl sein, dass Dein Baby zu dem "Temperaturtyp" gehört, welches viel Wärme braucht und es genießt eine Wärmehülle zu haben. Ich denke aber nicht, dass Dein Kind gefroren hat, sonst wäre es im Schlaf permanent aufgewacht. Als optimale Kleidung bietet sich Wolle/Seide oder Schurwolle an ( falls Dein Kind keine Allergiegefährdung hat) an, um die Temperatur gut auszugleichen. Frag gerne noch einmal nach, falls etwas unklar ist. Liebe Grüße von Katrin


Mamamaike

Hallo, ich hoffe, ich darf Dir auch antworten. Die Temperatur von Händen und Füßen ist erst ab dem 2. Lebensjahr aussagekräftig, da die Außenbereiche des Körpers vorher noch nicht zuverlässig durchblutet werden. Das ist ganz normal. Dass es Deinem Kind mit drei Monaten "besser" ging, ist auch ganz normal, es hat sogar eine eigene Bezeichnung: Das vorher nennt sich Dreimonatskoliken und geht üblicherweise mit Bauchweh und Schreien einher. Babys werden mit unreifem Darm geboren, der rund drei Monate zur Anpassung braucht - danach ist meistens Ruhe. Dein Kind hat also nicht grundsätzlich gefroren, sondern Du konntest eine Anpassungsreaktion beobachten. Grundsätzlich ist der Kopf eines Babys/Kleinkinds die größte Körperfläche, d. h., dass darüber die meiste Wärme abgegeben wird. Das ist aber auch ein kleines bißchen individuell: Ein Baby mit vielen Haaren hat seine Isolation ja dabei, eines ohne Haare braucht wahrscheinlich früher eine Kopfbedeckung, manche Schwitzen eher am Kopf als andere... Wenn Du Dein Kind beobachtest, wie es sich verhält, ob es zufrieden ist, ob es schwitzt, wirst Du ein Gefühl dafür bekommen, ob die Temperatur am Kopf eine besondere Bedeutung hat. Bei meinem Sohn ist es z. B. so, dass er sich bei Fieber am Kopf nur leicht erwärmt, während seine Händchen regelrecht glühen. "Lieber zu kühl" gilt übrigens im gesamten ersten Lebensjahr, weil Überhitzung ein Faktor für SIDS ist. Und da ja demnächst die kalte Jahreshälfte bzw die Heizperiode gilt: Noch besser als am Nacken kannst Du die Temperatur zwischen den Schulterblättern kontrollieren, denn dieser Teil ist meist von Kleidung bedeckt und daher nicht so irgendwelchen Schwankungen ausgesetzt. Viele Grüße


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