Mitglied inaktiv
Hallo Frau Simon, sicher wurden solche Fragen schon öfters bei Rund-ums-Baby gestellt.... aber dennoch möchte ich Ihnen hier meinen Fall schildern: Meine Tochter wurde am 28.Juli zwei Jahre alt und ich würde jetzt bald mit dem "Trocken werden" anfangen, da sie mittlerweile großes Interesse am Töpfchen zeigt. Erst gestern hatte sie beim Spielen im Plantschbecken eine komische Haltung gezeigt und als ich sie fragte "Musst du Pipi?" und ihr aus dem Plantschbecken verhalf, ging ihr Weg direkt aufs Töpfchen und es dauerte keine 2 Sekunden, bis es im Töpfchen plätscherte. Wir lobten sie und sie grinste breit und freute sich :o) Oft ist es auch so, dass, wenn wir sie einfach mal aufs Töpfchen setzen und sie dann zufällig Pipi macht, dann am liebsten gar nicht mehr vom Töpfchen aufstehen möchte... sie ruft dann ständig "Pipi, Pipi" - anscheinend gefällt es ihr "Pipi" zu machen?!?!? Da ich Ende Oktober mein zweites Kind erwarte, würde ich Laura vorher gerne "trocken bringen". Da ich aber keinen blassen Schimmer habe, welche Methode hierfür die beste (oder auch schnellste) ist, möchte ich Sie hiermit gern um Rat fragen. Außerdem würde mich interessieren, wie man ein Kind auch dazu bringt, dann nachts trocken zu werden... Verläuft das nach einer anderen Methode als tagsüber "sauber zu werden"? Für Ihre Antwort bedanke ich mich schon jetzt im Voraus! Viele liebe Grüße, LAURAS MUM
Liebe Lauras Mum, eine spezielle "Trockenwerdmethode" gibt es für das eigentliche Windelverlieren um das zweite/dritte Lebensjahr nicht. Eine Methode wird dann angewandt, wenn die natürliche Fähigkeit bewußt Urin bzw. Stuhl zu lassen gestört ist z.B. bei Dauerbettnässern o.a. Problemen. D.h., ein Kind entwickelt ganz physiologisch die Fähigkeit seine Urin bzw. Stuhlkontrolle gezielt einzusetzen. Diese körperliche! Fähigkeit ist die Voraussetzung, um überhaupt das Sauberwerden zu forcieren. Das von Ihnen genannte Beispiel zeigt aber, dass Ihre Tochter schon "etwas" merkt und den Zusammenhang zwischen dem Gefühl und der Tat sich aufs Töpfchen zu setzen, koordinieren kann. Eine dauernde Aufforderung "musst Du mal Pipi" und der Versuch das Kind regelmässig aufs Töpfchen zu setzen, ist eher eine Konditonierung. D.h., das eigentliche Druckgefühl kann vom Kind u.U. gar nicht wahrgenommen werden, weil es dies gar nicht erfahren muss, um zu handeln. Blase und Darm werden immer schon vorher entleert. Und das Kind tätigt die Ausscheidung nur in Assoziation mit der Aufforderung auf die Toilette zu gehen und dem Toilettensitzen selbst. Besprechen Sie mit Ihrem Kind Ihr Vorhaben z.B. keine Windel mehr anzulegen und dass die kleine darauf hinweisen soll, wenn sie zur Toilette muss. Sie haben die Aufgabe das Verhalten der kleinen zu beobachten und Ihrer Tochter schon den Impuls zu geben, ob Pipi kommt oder nicht. Aber erst dann, wenn das Verhalten Ihrer kleinen darauf hinweist z.B. zappeln, Beine kneifen, viel herumlaufen, herumtanzen, in den Schritt greifen, nörgelig werden, sich sehr ruhig verhalten und ggf. verstecken.... Denn Ihr Kind kann für seine volle Blase sensibilisiert werden. Klappt das Geschäft, dann ist ein grosses Lob sehr wichtig. Geht es mal daneben, dann ist Schimpfen unproduktiv. Das Sauberwerden braucht oft Zeit und kann auch durch Rückfälle stagnieren. Manche Kinder finden es anfangs sehr spannend und dann lässt der Reiz nach; die Windel ist dann wieder angesagt. Je weniger Druck vorherrscht, desto entspannter können Sie alle sein und der Sauberwerdeprozess wird nicht zum Spießrutenlaufen. Denn ich habe beobachtet, dass Kinder, welche noch nicht bereit waren ihre Windel herzugeben, oft einen viel längeren Prozess durchlaufen mussten bzw. genauso lang brauchten, wie Kinder, die von selbst bereit waren. Das nächtliche Sauberwerden ist dann der zweite Schritt. Fühlt sich die Windel morgens immer trocken an, dann kann man versuchen, auch nachts einen Windelauslassversuch zu üben. Wacht Ihr Kind nachts oder in den frühen Morgenstunden auf, dann kann die volle Blase der Grund sein. Also bieten Sie einen Toilettengang an. Diese Informationen sind nur ganz stichwortartige Grundlagen. Ich hoffe, Sie haben nun erst einmal einen Eindruck. Viele Grüße und gutes Gelingen wünscht Katrin
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