Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Ernährung meiner Kleinen

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Frage: Ernährung meiner Kleinen

Mitglied inaktiv

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Hallo, meine Tochter ist 8,5 Monate alt. Vor ca. 3 Monaten haben wir begonnen Beikost anzubieten. Am Anfang schien es ihr so gar nicht zu gefallen, daher haben wir immer wieder mal ne Woche Pause gemacht und es dann erneut probiert. Immer mit Gemüse. Doch es hat sich nichts verändert, sie hat entweder gar nix oder mal ein, zwei Löffelchen gegessen. Selbstgekochtes wie auch aus dem Gläschen. Irgendwann habe ich ihr dann Naturjoghurt gegeben und den hat sie dann gleich verputzt. Mittlerweile bekommt sie also 1* am Tag Joghurt mit etwas Obst. Seit ca. einer Woche isst sie diese Mischung auch mit etwas Haferflocken drin (wollte sie vorher nie). D.h. wir haben eine Mahlzeit ersetzt, auch wenn diese nicht sehr groß ist und sie nur ca. 2-3 Stunden satt hält. Würde sehr gerne so langsam auch noch eine Mahlzeit ersetzen, aber sie lehnt Gemüse bzw. Gemüse-Kartoffel-Breie immer noch ab (ich versuche es immer wieder mal). Weiß einfach nun nicht genau, wie ich weitermachen kann. Ich würde nämlich ganz gerne so langsam tagsüber nicht mehr stillen. Wenn wir unterwegs/nicht zu Hause sind, findet sie keine Ruhe um zu stillen, sondern trinkt immer nur ein paar Schlucke und ist dann dementsprechend hungrig. Außerdem stört mich dieses ständige An- und Abdocken, weil ich dann dauernd halbnackt dasitze. Ich würde ja eine oder zwei Mahlzeiten durch Flasche ersetzen, aber sie möchte zum einen nicht aus der Flasche trinken und zum anderen mag sie auch keine Pulvermilch. Seit ein paar Tagen trinkt sie zwar etwas aus einem Trinklernbecher, aber das Problem mit der Pulvermilch bleibt. Könnte sie denn schon einen Becher mit Kuhmilch trinken?? Ein Stück Zwieback/Brot oder etwas von unserem Abendessen mampft sie auch ganz gerne mit, aber das sind immer nur sehr kleine Mengen, die nun wirklich nicht ausreichen um eine Milchmahlzeit zu ersetzen. Bin über jeden Tip dankbar, wie wir vielleicht etwas weiterkommen. Momentan möchte sie auch wieder mind. 2* pro Nacht stillen, dazu kommen dann noch die ca. 5 Stillmahlzeiten am Tag. Ich will mich jetzt nicht blöd anhören, aber so langsam wird mir das zu viel und ich wünsche mir, dass sie etwas "unabhängiger" wird und z.B. mal nen halben Tag ohne Brust auskommt. Dann könnte ich sie am Wochenende auch beim Papa lassen und für ein paar Stunden eine Freundin besuchen oder ähnliches. Alle Babys in ihrem Alter, die ich kenne, mampfen schon mindestens 3 Breimahlzeiten und trinken frühs und abends noch ihre Milch. Sie nehmen Getreide-Obst-Breie, Milchbreie und Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Breie problemlos an und sind ganz heiß drauf. Manchmal frage ich mich (in letzter Zeit immer öfter) ob ich irgendetwas falsch mache?? Bekomme von anderen Müttern meist den Tip ihr halt einfach nicht die Brust zu geben bis der Hunger groß genug ist; dann wird sie auch nen anderen Brei essen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das der richtige Weg sein soll. Möchte halt nur nicht in ein paar Monaten immer noch (fast) vollstillen. Sorry für den langen Text ... und danke im voraus!


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe einejunimama, biete der kleinen Maus versuchshalber gekochtes Gemüse im Stück ( Fingerfood) an. Wie z.B. Karotte, Kartoffel, Kohlrabi etc. Auch Getreideprodukte wie Nudeln, Brot etc. Ggf. findet Deine Tochter mehr Interesse am Gemüse, wenn sie dafür mehr "arbeiten" und forschen kann. Streiche Dir auf die Brustwarze etwas Karottenmus. Stillst Du dann Deine Tochter, so hat sie eine angenehme Assoziation zum Gemüse. U.U. isst sie dann auch bereitwilliger vom Löffel. Diesen gebe ihr immer mal wieder zum Spielen. Die sensorische Erkundung ist oft eine Grundlage, um sich mit dem Löffel überhaupt zu solidarisieren :-). Teste unterschiedliche Löffel, harten Kunststoff, weiche Babylöffel, Metallöffel. Biete die Nahrung unterschiedlich temperiert an. Manchmal wird kalte Gemüseküche, der warmen vorgezogen. Halte Deine Tochter in unterschiedlichen Positionen. Auf dem Schoß, im Stühlchen etc. Da Deine kleine offenbar ein Milchfan ist, so gib zu der Dir liebsten Zeit, einen Milchbrei z.B. mittags. Ist Deine Tochter allergiegefährdet, dann rühre Getreideflocken ( Hirse, Hafer, Dinkel etc.) in abgepumpte Muttermilch ein oder füttere einen zuckerfreien und geschmacksneutralen Milchbrei, den Du mit Obst geschmacklich variieren kannst. Isst Deine Tochter diesen, dann könnten Dir auch ein paar freie Stunden vergönnt sein. Natürlich bleibt Dir auch immer noch die Möglichkeit abzupumpen und Deine Milch zu füttern. Plane Deine Aktivitäten so, dass Deine Tochter vorher eine ruhige und ausgedehnte Stillmahlzeit zu Hause erhält und dann zumindest für einige Zeit satt ist. Und wenn sie so gern knabbert bis zur nächsten Mahlzeit mit Dinkelstange, Reiskräcker und einem Schluck Wasser hinausgezögert werden kann. Der Naturjoghurt kann natürlich auch einmal täglich weiterhin gefüttert und für unterwegs eingeplant werden. Jetzt hast Du ein paar Ideen... Vielleicht können wir ja noch konkretisieren. Melde Dich ruhig noch einmal. Viele Grüße von Katrin


Mitglied inaktiv

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Hallo, danke erstmal für die schnelle Rückmeldung. Gemüse bzw. Kartoffel am Stück habe ich ihr bereits des öfteren angeboten. Manchmal ist das Interesse gleich null, manchmal probiert sie ganz gerne davon, aber dann auch immer nur ein paar kleine Bissen. Und da sich eben die Menge nicht erhöht, ist es mir schleierhaft, wie wir durch Gemüse/Kartoffel etc., also alles "Deftige", eine ganze Mahlzeit ersetzt bekommen. Die Idee mit dem auf die BW schmieren ist mal was ganz neues, habe ich noch nie gehört. Und ich denke, das ist auf jeden Fall einen Versuch wert! Kann mir zwar nicht wirklich vorstellen, dass so ein Gemüsebrei kalt besser schmeckt, aber ich werde auch das mal probieren. Wer weiß, vielleicht gefällt ihr das besser ... Ansonsten habe ich nicht das Gefühl, dass es am Löffel liegt, da sie den Joghurt ja sehr gerne vom Löffel nimmt. Sie öffnet ja auch immer ihren Mund, wenn der Löffel kommt. Wenn da allerdings Gemüse drauf ist, schüttelt es sie und dann ist an einen zweiten Löffel meist nicht zu denken. Habe auch das Gefühl, dass sie der absolute Milchfan ist, aber leider nicht bei der Pulvermilch, d.h. Milchbreie, die mit Pulvermilch angerührt werden, findet sie auch nicht so prickelnd. Heute mittag hatte ich ihr Haferflocken in Wasser eingeweicht und dann mit etwas Obst verrührt und davon hat sie sogar 6-7 Löffel gegessen. Vielleicht ist sie ja auf den Geschmack gekommen ... Werde es morgen nochmal probieren. Du siehst es aber nicht als Problem, wenn die ersetzten Mahlzeiten alle "Milchmahlzeiten" (z.B. Joghurt und Milchbrei) sind, habe ich das richtig verstanden?? Jeder betont, wie wichtig es ist, dass die Kleine Gemüse und Fleisch isst, aber was soll ich machen, wenn es einfach nicht ihr Ding ist?? Höre sogar öfters, dass ich in Zukunft noch mehr Probleme haben werde, ihr Gemüse oder Fleisch schmackhaft zu machen, wenn ich ihr jetzt schon so viel Süßes (Obst) gebe. Was meinst du da dazu?? Eigentlich finde ich den Naturjoghurt trotz Obst eher säuerlich und Obst pur bekommt sie fast nie. Und noch eine Frage zu Dinkelstangen und Reiswaffeln: Sind die in Kombination mit etwas Milch (abgepumpt oder H-Milch) eine gehaltvolle Mahlzeit? Allergiegefährdet ist unsere Kleine nicht. Wie sieht es denn da mit H-Milch aus? Könnte sie jetzt schon am Tag mal einen Becher davon trinken? Danke nochmal! LG


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe einejunimama, wenn Deine Tochter nicht allergiegefährdet ist, dann ist es auch möglich schon Vollmilch zu füttern. Unter www.fke.dortmund erhälst Du weitere Rezepte und ausführliche Infos: Hier ein Rezept für Milch-Getreide-Brei. Der Milch-Getreide-Brei besteht aus nur drei verschiedenen Lebensmitteln. Er verbessert vor allem die Mineralstoffversorgung Ihres Kindes und liefert wichtige Vitamine der B-Gruppe. Als Milch ist eine handelsübliche Vollmilch (3,5 % Fett) oder eine industriell hergestellte Säuglingsmilch geeignet. Bei Obst und Getreide ist jeweils eine Sorte ausreichend. Geschmacksgebende Zusätze wie z. B. Zucker, Aromen und Nüsse sind überflüssig. Kommerzielle Produkte finden Sie als fertige Gläschenkost unter Bezeichnungen wie „Milchbrei“, „Abend-„ oder „(Gute) Nacht“-Brei. Milchfertigbreie in Pulverform enthalten den Milchanteil in Form von getrockneter Milch bzw. Milchbestandteilen und werden nur mit Wasser angerührt. Rezept für die Selbstzubereitung: Milch-Getreide-Brei Ab 6.-8. Monat Zutaten und Zubereitung 200 ml Milch (Vollmilch oder Säuglingsmilch) 20 g Vollkorn-Getreideflocken (z. B. Haferflocken, Grieß) in der Vollmilch aufkochen bzw. das Getreide nach Packungsanweisung einrühren. Für die Zubereitung des Breis mit Säuglingsmilch wird das Getreide in heißes Wasser eingerührt bzw. mit dem Wasser aufgekocht. Nach dem Abkühlen wird die Menge des Pulvers, die der Dosierung für die Säuglingsmilch entspricht, eingerührt. 20 g Obstsaft oder Obstpüree (Vitamin C-reich) unterrühren Dieser Brei kann eine Milchmahlzeit ersetzen. Ein Kind sollte max.200ml Vollmilch erhalten. Weiterhin Joghurt als einzige Portion am Tag. Dinkel und Reisknabberein mit Milch sind eine gehaltvolle Mahlzeit innerhalb eines Tages im Rahmen der vollwertigen Kost. Viele Grüße von Katrin


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