Mitglied inaktiv
Liebe Katrin, wir versuchen seit ca. zwei Wochen unser Baby (7,5 Monate) ungezwungen an Beikost zu gewöhnen. Er wird sonst voll gestillt. Zuerst haben wir es einige Tage mit Pastinake versucht. Er hat sich augenscheinlich furchtbar geekelt (Mimik, geschüttelt, Kopf weggedreht). Sind dann auf Möhre umgestiegen - das gleiche. Ich mache ehrlich gesagt auch nicht lange rum, ich probiere 2-3 Löffelchen an seinen Mund zu bekommen und höre dann lieber auf. Es sieht zu schlimm aus. Ich könnte jetzt noch sämtliche Gemüsesorten durchprobieren, hatte aber darüber nachgedacht, ob man es vielleicht mal mit etwas anderem probiert - Milchbrei o.s. Was empfiehlst du da? Für Kuhmilch ist es zu früh, oder? Oder hast du eine andere Empfehlung? Er schläft seit einiger Zeit in der Nacht auch schlecht. Man hört ja oft, dass Babys in der Nacht wegen Hunger schlecht schlafen. Ich habe das immer nicht so ganz geglaubt (gestillt wird er ja in der Nacht, was mich auch nicht stört, aber nach 1/2 Stunde kann er ja nicht schon wieder Hunger haben). Oder meinst du, es gibt da doch einen Zusammenhang? Liebe Grüße und Danke Ina.
Liebe Ina, ich denke es steckt ein anderer Grund hinter den unruhigen Nächten, als der Hunger. Denn- interviewt man Mütter, die durch einen Abendbrei gehofft haben, dass Ruhe eintritt, so kann man oft hören, dass dies überhaupt nicht der Fall ist. Typischerweise ist in Eurem Altersstadium ( plus/minus ein paar Wochen) ein großer Umbruch der Kinder zu beobachten. Sie entwickeln sich weiter, werden motorisch bewegter, nehmen noch mehr wahr, haben oft mit der ersten Erkältung zu kämpfen, bekommen Zähnchen etc. Also ungemein viele Dinge, die von den kleinen zu bewältigen sind. Und genau hier scheint auch der Grund für die unruhigen Nächte zu finden zu sein. Ich tippe auf den Zahndurchbruch. Das häufige Stillenwollen spricht dafür; quasi als Trost und zur Schmerzlinderung und die Abneigung gegen "feste" Kost ist typisch. Selbst Kinder, die erst sehr gut gegessen haben, lehnen beim Zahnen den Brei wieder ab. Die innige Nähe an der Brust und das Gehaltenwerden wollen ist gerade nachts für Deinen Sohn so wichtig, weil er sicher gehen will, dass,trotz der offenbar vielen Veränderungen, das wesentliche, nämlich Mamas Schutz, immer noch seinen verlässlichen Bestand hat. Der allgemeine Zeitpunkt der Beikosteinführung ist prima- der individuelle ist aber noch entscheidener, denn aufzwingen kann man den Kindern in der Tat das Essen nicht. Also, bleibt einfach stetig dabei und bei einem Gemüse. Karotte ist prima. Damit der kleine diesen neuen Geschmack kennenlernen kann, kannst Du Deinen Sohn etwas Brei von Deinem Finger oder der Brustwarze ablecken lassen. Gib ihm desöfteren einen Löffel in die Hand und lass ihn damit spielen. So erfährt er ihn spielerisch und kann ihn sensorisch erkunden. Erst wenn sich das Breiessen so gar nicht einstellen will, ist es an der Zeit etwas anderes zu probieren. Aber- es kann durchaus auch möglich sein, dass Dein Sohn ein "von der Brust an den Tisch-Typ" ist. Also, gleich zu Fingerfood übergehen möchte. Auch dies ist machbar. Gekochte Kartoffel, Möhre etc. in die Hand geben und einfach untersuchen und später essen lassen. Ebenso Brotrinde und andere Getreideprodukte... Quasi die Breivarianten kaufreundlich, aber im Stück reichen. Meine Tochter ist nun zwölf Monate alt und hat jeglichen Brei total abgelehnt. Nun isst sie vom Familientisch und verträgt und bevorzugt selbst die herzhaftesten Speisen und isst mit Genuss :-). Also; mache Dir keine Gedanken! Ihr habt Zeit. Genieße die schöne Stillzeit. Du gibst Deinem Kind nach wie vor alles und die wertvollste Nahrung der Welt! Viele Grüße von Katrin P.S. Tipps zum Zahnen gibts über die Suchmaschine :-)
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